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Erste Hinweise: Zerstückelte Leiche in Hamburg - Polizei sucht Begleiter des Opfers

Im Fall der zerstückelten Frauenleiche von Hamburg sucht die Polizei jetzt nach Benutzern eines Wohnmobils und einem etwa 50 Jahre alten Mann. Sie könnten wichtige Hinweise auf den Täter geben.

Am 3. August wurden in Hamburg-Rissen die ersten Leichenteile gefunden

Am 3. August wurden in Hamburg-Rissen die ersten Leichenteile gefunden

Die Vorstellung dessen, was in den vergangenen Wochen in Hamburg passiert sein könnte, ist gruselig: Der mutmaßliche Mörder einer 48-Jährigen zertrennt die Leiche seines Opfer und wirft die einzelnen Teile nach und nach an verschiedenen Orten der Stadt in Gewässer. Der Täter läuft weiter frei herum, und die tappte bislang offenbar mehr oder weniger im Dunkeln.

Nach wochenlangen Ermittlungen hat die Mordkommission der Hamburger Polizei jetzt erste Ergebnisse und bittet die Bevölkerung um Mithilfe: Die Beamten suchen nach einem etwa 50-jährigen Mann, der am Dienstag, den 1. August, gegen 14 Uhr zusammen mit dem späteren Opfer auf dem Hansaplatz im Hamburger Bahnhofsstadtteil St. Georg gesehen wurde. Er soll eine kräftige Statur haben und blaue Oberbekleidung sowie eine Kopfbedeckung getragen haben. Zudem hatte er eine Plastiktüte bei sich, in der sich möglicherweise Videokassetten befanden. Nach Angaben eines Polizeisprechers wird der Mann als Zeuge gesucht.

Eine Spur führt in den Westen von Hamburg

Inzwischen gehen die Ermittler davon aus, dass der Täter am Abend des 1. August mindestens ein Körperteil der toten Frau in die Elbe geworfen hat - und zwar am Anleger Wittenbergen im Stadtteil Rissen am Westrand der Hansestadt. Möglicherweise fuhr der Gesuchte mit einem weißen Auto an den Fluss.

Daher bitten die Ermittler Spaziergänger und Angler, die an dem fraglichen Abend in der Gegend waren, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Gleiches gilt auch für die Benutzer eines Wohnmobils, dass an dem Dienstagabend und in der darauffolgenden Nacht auf dem angrenzenden Parkplatz abgestellt war - möglicherweise handelt es sich hier um Touristen, die wichtige Hinweise geben können.

Das Wohnmobil stand am östlichen Rand des Parkplatzes am Elbufer in Hamburg-Rissen

Das Wohnmobil stand am östlichen Rand des Parkplatzes am Elbufer in Hamburg-Rissen


Der Fall der getöteten 48-jährigen afrikanischstämmigen Frau beschäftigt die Ermittler seit dem 3. August. Ein Zeuge hatte am Rissener Elbstrand ein Körperteil entdeckt, bei der Durchsuchung des Geländes fanden Polizisten ein weiteres. Seither fanden Beamte oder Passanten bis zum 16. August an insgesamt acht weiteren Orten in der Stadt in Gewässern ebenfalls Leichenteile, darunter auch den Kopf und den Torso des Opfers, wie die Karte des stern zeigt:

Der Tod der Prostituierten sorgt auch für Beunruhigung im Rotlicht-Bezirk St. Georg. Mitarbeiter von Beratungsstellen haben die Sexarbeiterinnen in Gesprächen gewarnt - solange der Täter nicht gefasst ist, könnte er erneut zuschlagen.

Das Landeskriminalamt   hat ein Hinweistelefon unter der Rufnummer (040) 428656789 eingerichtet.

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