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Hamburg: Polizei findet kiloweise Drogen im Kinderzimmer eines Teenagers – und eine Schusswaffe

Im Rahmen der "Task Force Drogen" hat ein Teenager die Aufmerksamkeit erregt, als er diverse Drogen verkaufte. Er wurde festgenommen und anschließend sein Kinderzimmer durchsucht. Neben Drogen fand die Polizei auch eine Schusswaffe.

Ein Hochaus mit unzähligen Balkonen

Der sogenannte Affenfelsen, ein einundzwanzig Stockwerke hohes Gebäude im Hamburger Stadtteil Osdorfer Born

Picture Alliance

Bei Einsätzen der Hamburger Polizei mit dem sperrigen Titel Task Force zur Bekämpfung der öffentlich wahrnehmbaren Drogenkriminalität kontrollieren Rauschgiftfahnder in einem Großeinsatz verdächtige Personen. Bei einem 22-stündigen Dienst von Montag- auf Dienstagnacht wurden in den Stadtteilen St. Georg, St. Pauli und Sternschanze 150 Personen überprüft, vier Strafanzeigen wegen Dealens und sechs wegen des Verdachts auf Erwerb von Drogen erteilt. Mittwoch auf Donnerstag waren die nächsten Stadtteile an der Reihe, in denen 231 Personen kontrolliert und 14 Strafanzeigen gefertigt wurden, dieses Mal war auch der Stadtteil Osdorf darunter.

Dort wurde die Polizei auf einen jungen Mann aufmerksam und sprach ihn an. Bei seiner Kontrolle traten erstaunliche Funde zutage: zwei sogenannte Griptütchen, zwölf Kugeln mit Marihuana, acht Reaktionsgefäße Kokain, Mobiltelefone und 2376 Euro Bargeld, wie die "Hamburger Morgenpost" berichtet. Der 18-Jährige wurde festgenommen.

Durchsuchung des Kinderzimmers

Anschließend machten sich die Polizisten mit einem Durchsuchungsbeschluss auf den Weg zu der Wohnung, in der der Teenager mit seiner Mutter und seinen beiden jüngeren Geschwistern lebt. In seinem Zimmer fanden sie die Ausstattung eines Profis: eine Feinwaage, Verpackungsmaterial und dazu mehr als vier Kilo Haschisch und ein Kilo Marihuana plus eine Schusswaffe.

Der 18-Jährige kam daraufhin in Untersuchungshaft. Ob seine Mutter oder seine Geschwister von seiner Dealer-Tätigkeit wussten, ist unbekannt. Der Osdorfer Born, wo die Familie lebt, ist eine Plattenbau-Großsiedlung in Hamburg an der westlichen Stadtgrenze. 2005 war Osdorfer Born der Ursprung für das gewaltpräventive Projekt "BGK – Bildung gegen Kriminalität". Nach dem Bau der Siedlung, der 1967 begann, erhielt der Stadtteil den Beinamen Klein-Chicago.

Quelle: "Hamburger Morgenpost"

bal