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Hamburg: Ludenkrieg auf dem Kiez

Auf eine Racheaktion im Hamburger Zuhältermilieu folgte eine Großrazzia und die Verhaftung der "Marek-Gruppe" - die beherrschende Kiez-Bande. Die steht nun in der Hansestadt vor Gericht.

Mit Baseballschlägern und Schlagstöcken waren 15 mutmaßliche Mitglieder der "Marek-Bande" im Mai auf zwei Konkurrenten im Hamburger Rotlichtmilieu losgegangen. Seit Montag müssen sie sich wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung vor dem Hamburger Landgericht verantworten.

Einigen Beschuldigten wirft die Staatsanwaltschaft zudem Nötigung, unerlaubten Waffenbesitz und andere Verstöße gegen das Waffengesetz vor. Zwei Männer sollen ihre 19 und 20 Jahre alten Freundinnen zur Prostitution gezwungen haben.

27 Millionen Euro Umsatz in vier Jahren

Die "Marek-Bande" mit rund 85 Mitgliedern soll rund 140 Frauen in 14 Bordellen und Absteigen kontrollieren. Dabei geht es nach den Erkenntnissen der Ermittler um einen Umsatz von etwa 27 Millionen Euro seit 2001.

Die zwei ehemaligen Mitglieder der "Marek-Bande" hatten sich auf dem Kiez "selbstständig" machen wollen und sollten dafür bestraft werden, sagte eine Polizeisprecherin. Bei dem Angriff im Mai hatte eines der Opfer auf die anstürmenden Männer geschossen, war dann aber selbst von einem Schuss in die Wade getroffen worden.

Die beiden Angegriffenen hätten sich in ein Lokal gerettet. Die Schläger hätten daraufhin vor dem Eintreffen der Polizei von ihrem Vorhaben abgelassen, so die Staatsanwältin. Der Prozess ist bis Ende März terminiert. Am Mittwoch sollen die Angeklagten vor Gericht aussagen.

"Zuhälterszene wird aufmerksam beobachtet"

Als Folge des Streits zwischen den Konkurrenten auf dem Kiez war die Polizei hart gegen die Organisierte Kriminalität vorgegangen. Die Zuhälterszene in St. Pauli werde aufmerksam beobachtet, sagte die Polizeisprecherin.

Die Ermittlungen nach der Auseinandersetzung im Mai gaben den Fahndern die Handhabe für eine Großrazzia am 17. November und für die Verhaftung von Bandenchef Carsten Marek und seiner Mittäter.

DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.