Getötete Geschwister Trauer und Fassungslosigkeit nach zweifachem Kindsmord in Hanau: "Wie groß muss der Hass sein?"

Leichenwagen
Nach dem Mord zweier Geschwister in Hanau werden die Leichen abtransportiert
© Patrick Scheiber / Imago Images
Nach dem Mord zweier Geschwister in Hanau steht die Stadt unter Schock. Inzwischen mehren sich die Hinweise auf Probleme innerhalb der Familie und vor Ort wird Kritik an den zuständigen Behörden laut. Viele fragen sich: Hätte die Tat verhindert werden können?

Vor einem grauen Hochhaus in Hanau liegt eine Postkarte. Ein Bürger der Stadt hat sie geschrieben. Auf ihr steht: "Wir sind traurig. Traurig, dass man euch aus dem Leben gerissen hat. Wütend, dass man euch im Stich gelassen hat! Das Jugendamt hat auf ganzer Linie versagt." Dort steht auch: "Ruhet in Frieden, ihr Engel." 
 
Um die Karte herum liegen Stofftiere: Kuschel-Eisbären, Teddys, ein Plüsch-Pinguin, ein Koalabär. Grabkerzen und Teelichter, die Herzen formen. Bunte Blumensträuße, Tulpen und Rosen. Sie bedecken, was die Hanauer seit Mittwoch umtreibt: die Spuren eines Mordes. Jemand hat hier zwei Kinder getötet. 

Blumen und Kerzen vor dem Haus
Vor dem Haus der Familie wird mit Blumen, Stofftieren und Kerzen an die beiden ermordeten Kindern erinnert
© Isabelle Zeiher

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