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Hannover: Schläge wegen Nichtigkeit: 40-jähriger Fußgänger stirbt nach Prügelei mit Radfahrer

In Hannover ist ein Mann nach einer Prügelei an seinen Verletzungen gestorben. Auslöser für den tödlichen Streit war eine Nichtigkeit.

Notarzt

Der 40-Jährige wurde laut Polizei unter notärztlicher Begleitung ins Krankenhaus gebracht (symbolbild)

Picture Alliance

Der am Montag bei einer Prügelei in Hannover schwerverletzte 40-Jährige ist am Donnerstag im Krankenhaus verstorben. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Erklärung mit. 

Der Verstorbene wollte am Montagnachmittag zu Fuß eine Straße überqueren und übersah dabei offenbar zwei dort fahrende Radfahrer, die daraufhin ausweichen mussten - darunter ein 28-Jähriger. Zwischen diesem und dem Fußgänger sei es nach dem Vorfall zu einer kurzen Rangelei gekommen, die sich zunächst aber wieder auflöste, teilte die Polizei mit. Wenig später trafen die beiden Kontrahenten jedoch erneut aufeinander, woraufhin der Radfahrer mehrfach auf den 40-Jährigen einschlug. Dieser stürzte durch die Schläge zu Boden und zog sich dabei die lebensgefährlichen Verletzungen zu, denen er drei Tage später erlag. Eine alarmierte Polizistin sowie ein Passant leisteten dem Mann bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe.

Radfahrer war laut Staatsanwaltschaft Kampfsportler

Der Radfahrer wurde zunächst vor Ort festgenommen, durfte die Wache nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aufgrund fehlender Haftgründe jedoch wieder verlassen. Am Mittwoch wurde er in seiner Wohnung erneut festgenommen, ein Richter erließ Haftbefehl. Zunächst wurde dem Mann versuchte Tötung vorgeworfen, nach dem Tod des Fußgängers wird gegen ihn wegen Totschlags ermittelt. 

Nach Angaben der "Hannoverschen Allgemeinen" soll der Angreifer Kampfsporterfahrung haben und steht zudem in Verdacht unter Drogeneinfluss gestanden zu haben. Er hätte wissen müssen, dass seine Schläge schwere Verletzungen verursachten. Diese hätte er billigend in Kauf genommen, zitiert die Zeitung eine Staatsanwältin.  

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Quellen: Presseportal Polizei, "Hannoversche Allgemeine"

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