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Auro rast in Fußgängergruppe Entsetzen in Heidelberg - Was war das Motiv des Todesfahrers?

In Heidelberg ist am Samstag ein Mann mit einem Auto in eine Menschengruppe gefahren. Nach Angaben der Polizei wurden dabei drei Personen verletzt; ein 73-jähriger Mann erlag später seinen Verletzungen. Sprecher der Polizei Mannheim Heiko Kranz am Samstag in Heidelberg mit weiteren Details: "Kurz vor vier Uhr ist hier ein Autofahrer in Heidelberg am Bismarckplatz in die Menschenmenge reingefahren. Dabei hat er drei Personen verletzt. Eine Person davon schwer verletzt, zwei leicht verletzt. Danach ist er zu Fuß geflüchtet in die Bergheimer Straße und nach einigen Hundert Metern wurde er dort von einer Streife festgenommen. Und bei der Festnahme kam es zum Schusswaffengebrauch und der Flüchtige wurde verletzt." Der Fahrer habe sich mit einem Messer in der Hand vom Tatort entfernt und sei nach Hinweisen von Passanten wenige hundert Meter entfernt durch eine Polizeistreife gestellt worden. Bei der Festnahme sei der Mann niedergeschossen worden. Der Verdächtige wurde Polizeiangaben zufolge schwer verletzt in eine Heidelberger Klinik eingeliefert. "Über die Motivation und die Hintergründe seines Verhaltens ist noch nichts bekannt. Wie es ihm geht? Der aktuelle Gesundheitszustand, das wissen wir auch nicht. Wir wissen, dass er in Behandlung ist, dass er schwer verletzt ist. Aber den aktuellen medizinischen Befund kann ich Ihnen nicht sagen."
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Schüsse und Schrecken in Heidelberg: Ein Autofahrer fährt in Heidelberg in eine Menschengruppe und verletzt Fußgänger. Ein Mann stirbt. Die Polizei nimmt einen Tatverdächtigen fest. Doch was war sein Motiv?

Wenige Stunden nach der Todesfahrt eines Mannes in eine Fußgängergruppe in Heidelberg wirkt die Szenerie gespenstisch.

Das schwarze Auto steht mit offener Fahrertür und Heckklappe - von Scheinwerfern grell angeleuchtet - an einer steinernen Säule vor dem Eingang einer Bäckerei. Davor dreht sich auf einem Dreibein langsam und geräuschlos ein Laserscanner, der für die Kriminaltechniker eine dreidimensionale Aufnahme des Tatorts macht.

Hunderte Passanten warten auf Straßenbahnen und Busse, deren Verkehr zeitweise gestoppt wird. Hin und wieder huschen für den Fasching wild verkleidete junge Frauen und Männer vorbei.

Auf dem belebten Bismarckplatz, einem Knoten des öffentlichen Nahverkehrs am Rande der Heidelberger Altstadt, fährt ein 35-Jähriger am Nachmittag mit seinem Wagen auf den Fußweg und fährt drei Menschen um. Ein 73-Jähriger stirbt wenig später im Krankenhaus. Auch der mutmaßliche Todesfahrer liegt schwer verletzt im Krankenhaus - Polizisten können den mit einem Messer bewaffneten Mann auf seiner Flucht nur mit einem Schuss stoppen.

Hintergründe noch unklar

Ein Student erlebt die dramatische Festnahme nicht weit vom Bismarckplatz entfernt ganz aus der Nähe mit. Er sei dort gerade in einem Fitnessstudio gewesen, als er den Einsatz unten auf der Straße hörte. "Heidelberg ist eigentlich friedlich", sagt er dann. "Es wirkt seltsam." Aber jeden Tag Angst zu haben, sei auch keine gute Lösung, meint er. Zumal die Hintergründe der Todesfahrt überhaupt noch nicht geklärt sind. Die Polizei sagt nach den ersten Ermittlungen, es gebe keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Zur Identität des Mannes teilten die Ermittler mit, dass es sich um einen Deutschen handele. Er sei wegen der Schussverletzung operiert worden. Fest steht inzwischen auch, dass der Wagen, der für die tödliche Fahrt genutzt wurde, ein Mietwagen mit Hamburger Kennzeichen ist.

Der 19 Jahre alte Schüler Elyas Elboazati, der auf dem Platz darauf wartet, dass die Straßenbahnen und Busse ihren Verkehr wieder aufnehmen, sieht das ähnlich. "Es ist ein flaues Gefühl. Aber man darf sich wegen solcher Ereignisse nicht verstecken", sagt er. Man solle überlegen, mit welchen Sicherheitsmaßnahmen sich so etwas möglichst verhindern lasse.

Unsicherheit macht sich in Heidelberg breit

Ein Ehepaar aus einem Nachbarort war an diesem sonnigen Samstag gleich mehrfach in unmittelbarer Nähe der Stelle, an der die Menschen angefahren wurden. "Da ist schon Unbehagen dabei", sagt die Frau und ihr Mann stimmt zu. Sie wirken von dem Geschehen berührt. Eine andere Frau, die gerade aus dem Kino kommt, und noch gar nicht viel über die dramatischen Ereignisse des Nachmittags weiß, hält die beliebte Studenten- und Touristenstadt am Neckar eigentlich für sicher. "Ich habe mich bisher nicht sonderlich bedroht gefühlt", sagt sie.

Immer wieder nähern sich Fußgänger und Fahrradfahrer der Absperrung aus rot-weißem Flatterband. Die zahlreichen Polizisten, die rund um die Kreuzung postiert sind, lassen sie gewähren. Die Passanten wollen einen kurzen Blick auf den kleinen schwarzen Wagen werfen, der fast nur wie falsch geparkt wirkt - wäre da nicht die durch den Aufprall eines Körpers zersplitterte Frontscheibe.

In Heidelberg ist am Samstag ein Mann mit einem Auto in eine Menschengruppe gefahren. Nach Angaben der Polizei wurden dabei drei Personen verletzt; ein 73-jähriger Mann erlag später seinen Verletzungen. Sprecher der Polizei Mannheim Heiko Kranz am Samstag in Heidelberg mit weiteren Details: "Kurz vor vier Uhr ist hier ein Autofahrer in Heidelberg am Bismarckplatz in die Menschenmenge reingefahren. Dabei hat er drei Personen verletzt. Eine Person davon schwer verletzt, zwei leicht verletzt. Danach ist er zu Fuß geflüchtet in die Bergheimer Straße und nach einigen Hundert Metern wurde er dort von einer Streife festgenommen. Und bei der Festnahme kam es zum Schusswaffengebrauch und der Flüchtige wurde verletzt." Der Fahrer habe sich mit einem Messer in der Hand vom Tatort entfernt und sei nach Hinweisen von Passanten wenige hundert Meter entfernt durch eine Polizeistreife gestellt worden. Bei der Festnahme sei der Mann niedergeschossen worden. Der Verdächtige wurde Polizeiangaben zufolge schwer verletzt in eine Heidelberger Klinik eingeliefert. "Über die Motivation und die Hintergründe seines Verhaltens ist noch nichts bekannt. Wie es ihm geht? Der aktuelle Gesundheitszustand, das wissen wir auch nicht. Wir wissen, dass er in Behandlung ist, dass er schwer verletzt ist. Aber den aktuellen medizinischen Befund kann ich Ihnen nicht sagen."
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ivi/Sönke Möhl DPA

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