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Hells Angels gegen Bandidos: Schwerer Schlag für schwere Jungs

Äxte, Pistolenmunition und 28 beschlagnahmte Bankkonten. Das ist die Bilanz einer Razzia bei den Hells Angels und Bandidos. Jetzt wurden die Gruppen verboten. Am Ende sind sie aber noch nicht.

Von Manuela Pfohl

Manchem der zornigen Rocker dürfte das Blut in den Adern gefroren sein, als am frühen Donnerstagmorgen die Nachricht kam: In Schleswig-Holstein, dem nördlichsten Bundesland, wird's nun eng für die verfeindeten Rockerbanden Hells Angels und Bandidos. Innenminister Klaus Schlie (CDU) hat den Ortsverein (im Jargon: "Charter") der Hells Angels in Flensburg und den Ortsverein der Bandidos (im Jargon: "Chapter") in Neumünster verbieten lassen. Mit sofortiger Wirkung.

Die Entscheidung ist ein Paukenschlag in der Auseinandersetzung des Staates mit den Rockergruppen. Diese stellten sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung, hieß es zur Begründung aus Schlies Ministerium, ihr Zweck sei es, kriminelle Macht zu entfalten, Gebietsansprüche gegen die Konkurrenz mit Waffengewalt durchzusetzen. Und außerdem begingen sie ständig Straftaten. Nach dem schon 1983 ausgesprochenen Verbot der Hells Angels in Hamburg und dem 2001 erteilten Verbot der Hells Angels in Düsseldorf macht nun auch Schleswig-Holstein ernst mit der Zerschlagung der umstrittenen Gruppen im Norden.

"Krankes Verständnis von Stolz und Macht"

Am Donnerstagmorgen ab sieben Uhr untersuchten rund 300 Polizeibeamte, darunter das Spezialeinsatzkommando (SEK), zehn Wohnungen von Vereinsmitgliedern und Vereinsheime in Flensburg und Neumünster sowie in der näheren Umgebung beider Städte. Die vorläufige Bilanz: Etliche Kutten, diverse Hieb- und Stichwaffen, wie Äxte, Beile und Messer, sowie 50 Schuss Pistolenmunition und zwei Pistolenmagazine wurden sichergestellt. Außerdem wurden 28 Bankkonten beschlagnahmt. Wieviel Geld sich darauf befindet, ist nach Polizeiangaben noch nicht ausgewertet.

In den Verbotsverfügungen die die Beamten am Morgen 17 Mitgliedern der "Bandidos" und 12 Mitgliedern der "Hells Angels" in die Hände drückten, konnten die völlig überraschten Rocker lesen, dass sie ihre Kutten künftig an den Nagel hängen sollen. Aber nicht nur das: Das Verbot bedeutet auch, dass keine Ersatzorganisation gebildet werden darf, Kennzeichen der Vereine dürfen in der Öffentlichkeit nicht mehr getragen werden - und auch das Vermögen der Vereine wird beschlagnahmt und eingezogen. Wer sich nicht an das Verbot hält, muss mit einer Gefängnisstrafe bis zu einem Jahr rechnen.

Schlie hob auch den psychologischen Effekt des Verbots hervor. Verbotene Rockerclubs könnten sich nun nicht mehr länger als mächtige Organisationen in der Öffentlichkeit präsentieren. "Das tut diesen Leuten weh, weil der martialische Auftritt wesentlicher Inhalt ihres kranken Verständnisses von Stolz und Macht ist", sagte der Minister.

Gehen die Kämpfe jetzt erst recht los?

Trotz der drastischen Maßnahmen bezweifeln Insider, dass den Rockern mit dem Verbot wirklich beizukommen ist. Auch Schlie selbst warnt vor überzogenen Erwartungen. "Wir können trotz der Vereinsverbote nicht ausschließen, dass es weiter gewalttätige Auseinandersetzungen im kriminellen Rockermilieu geben wird", sagte er.

Die Verbote treffen Hells Angels und Bandidos zudem unterschiedlich schwer. Denn im Gegensatz zu den Bandidos, die in Schleswig-Holstein nur einen einzigen Chapter haben, verfügen die Hells Angels im Bundesland über sechs Charter. Es sei ganz klar, dass die Mitglieder des jetzt verbotenen Flensburger Charters sich einfach in die verbliebenen anderen Hells Angels-Charter integrieren würden, heißt es aus der Szene. Skeptiker innerhalb der Polizei fürchten zudem, dass das Verbot beide Clubs erst recht aufstacheln wird. Denn nun gingen die territorialen Verteilungskämpfe mit neuer Härte los.

Bandidos-Chef vorläufig festgenommen

Die Feindschaft zwischen den beiden Rocker-Vereinen sitzt tief. Die Hells Angels waren eigentlich die Platzhirsche in Schleswig-Holstein - bis zum Mai 2009, als die Bandidos auf den Plan traten und drei Chapter der "Chicanos" in Kiel, Rendsburg und Neumünster gründeten. Chef des Ganzen war Peter B., ein bekannter Neonazi, der einigen Hells-Angels-Größen in langer und tiefer Feindschaft verbunden ist. Der Bandenkrieg war damit vorprogrammiert. Dass zwei Bandidos-Charter sich kurz nach ihrer Gründung wieder auflösten und die abtrünnigen Mitglieder ihre Kutten bei den Hells Angels abgaben, machte die Stimmung nicht besser.

Erst am Dienstag hatte es bei den Bandidos ein mittleres Erdbeben gegeben, als ein Großaufgebot der Polizei Bandidos-Chef Peter B. aus seinem Bett in Neumünster holte und vorläufig festnahm. Ihm wird vorgeworfen, an einer Messerattacke auf ein Mitglied der Red Devils beteiligt gewesen zu sein. Die Devils wiederum sind eine den Hells Angels verbundene Gruppe.

Von langer Hand vorbereitet

Seit Monaten arbeitete eine eigens eingerichtete Sonderkommission (SOKO) "Rocker" im schleswig-holsteinischen Landeskriminalamt (LKA) mit Hochdruck gegen die zunehmend aggressiveren Banden. Die nun ausgesprochenen Vereinsverbote hatte das Innenministerium hinter den Kulissen von langer Hand sorgfältig vorbereitet. "Es handelt sich nicht um harmlose Motorradclubs, deren Mitglieder sich zu friedlichen Wochenendausflügen treffen", sagt Schlie. Der in seiner Freizeit Motorrad fahrende unbescholtene freiheitsliebende Familienvater sei nicht mehr als eine Legende aus der Öffentlichkeitsarbeit dieser Clubs.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.