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Schleswig-Holstein: 22-Jähriger in Disco totgeschlagen - Polizei sucht diesen Mann

Nach einer Disco-Schlägerei am vergangenen Wochenende im schleswig-holsteinischen Henstedt-Ulzburg ist ein 22-Jähriger im Krankenhaus gestorben. Die Polizei veröffentlichte das Foto eines Verdächtigen.

Ein Bild aus der Überwachungskamera zeigt den mutmaßlichen Täter von Henstedt-Ulzburg

Ein Bild aus der Überwachungskamera zeigt den mutmaßlichen Täter von Henstedt-Ulzburg

In der Nacht von Freitag auf Samstag des vergangenen Wochenendes feierte die Discothek "Joy" im schleswig-holsteinischen (etwa 25 Kilometer nördlich vom Hamburger Stadtzentrum) mit hunderten Gästen ihre Wiedereröffnung nach einer Umbaupause - die Party endete für einen jungen Besucher tödlich.

Nach Ermittlungen der gab es gegen vier Uhr morgens eine Schlägerei zwischen einem 22-jährigen Flüchtling aus Syrien und einem bislang Unbekannten. Der Syrer wurde mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht und ist jetzt gestorben.

Die Beamten nahmen zunächst einen gleichaltrigen Albaner fest, er wurde inzwischen aber wieder entlassen. Jetzt wenden sich die Ermittler mit einem Fahndungsaufruf und den Bildern aus einer Überwachungskamera der Disco an die Öffentlichkeit.

Disco ist beliebter Treffpunkt in Henstedt-Ulzburg

Sie suchen nach einem etwa 1,70 bis 1,75 Meter großen Mann mit einer kompakten Figur, kräftigen Schulten und dunkelbraunen Haaren. Zur Tatzeit trug er den Angaben zufolge ein weißes T-Shirt, eine graue Hose, helle Turnschuhe und eine Halskette. Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass es sich bei dem Mann "mit hoher Wahrscheinlichkeit" um den Täter handelt und bittet Zeugen um Hinweise. Sie ermittelt wegen Totschlags.

Die Tat löste in der schleswig-holsteinischen 26.000-Einwohner-Gemeinde Erschütterung aus. Die Betreiber der Disco verschoben eine für den Freitagabend geplante Party - "aus tiefer Anteilnahme und als Zeichen unserer Solidarität gegen Gewalt", schrieben sie in einem Facebook-Post.


Die in einem Gewerbegebiet gelegene Disco ist vor allem bei jüngeren Besuchern beliebt. Einem Bericht des "Hamburger Abendblattes" zufolge gab es im "Joy" in der Vergangenheit wiederholt massive Probleme mit gewalttätigen Auseinandersetzungen, ein neues Sicherheitskonzept habe die Lage jedoch beruhigt. Nach Angaben der Betreiber sollen unter anderem 20 Videokameras für Sicherheit sorgen.


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