HOME

Nach Attacke gegen Paparazzi: Grönemeyer siegt vor Gericht gegen "Bild"

Herbert Grönemeyer geriet am Flughafen Köln-Bonn mit Paparazzi in einen Streit, dieser eskalierte. "Bild" zeigte ein Video, in dem der Musiker ausrastet. Das darf das Boulevardblatt nun nicht mehr.

Herbert Grönemeyer setzt sich gegen die "Bild"-Zeitung durch

Herbert Grönemeyer setzt sich gegen die "Bild"-Zeitung durch

Erfolg vor Gericht für Herbert Grönemeyer: Der Musiker wehrte sich gegen die Veröffentlichung eines Videos durch die "Bild"-Zeitung, das ihn während einer Auseinandersetzung mit einem Fotografen und einem Kameramann am Flughafen Köln-Bonn zeigt. Das Landgericht Köln gab Grönemeyer recht und erließ eine einstweilige Verfügung, die eine Verbreitung der Aufnahmen verbietet. Dies berichtet der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe.

Der Vorfall aus dem Film ereignete sich kurz vor Weihnachten. Zu sehen ist, wie der Künstler auf einen Fotografen einprügelt, seinen Kopf nach unten drückt und mit einer Tasche auf ihn einschlägt. Ein ebenfalls anwesender Kameramann hielt die Szene fest. Diesem rief Grönemeyer "Ich bin privat hier, du Affe" und "Ich hab gesagt 'Fuck off'" zu.

Eigentlich ist der 58 Jahre alte Musiker ein erfahrener Medien-Profi. Doch Grönemeyer habe sich in einem privaten Moment "massiv verfolgt und bedrängt" gefühlt, teilte sein Anwalt nach dem Vorfall mit. Spekulationen zufolge wollte er seine neue Freundin vor der Öffentlichkeit schützen. Tatsächlich versicherte Grönemeyer nun an Eides statt gegenüber dem Gericht, der Fotograf habe ihn und seine Lebensgefährtin sowie seinen Sohn bedrängt.

Fraglich ist laut "Spiegel", ob die einstweilige Verfügung in den nächsten Instanzen Bestand habe. Falls ja, könnte der Ausraster von Grönemeyer zum Präzedenzfall werden. Bilder, auf denen sich Prominente gegen Paparazzi zur Wehr setzen, dürften dann möglicherweise nicht mehr veröffentlicht werden.

mka
Themen in diesem Artikel