HOME

Hinrichtung: Deutschstämmiger Mörder wartet auf seinen Tod

Troy Albert Kunkle hat sein halbes Leben in der Todeszelle des berüchtigten Huntsville-Gefängnisses in Texas verbracht. Der in Nürnberg geborene Raubmörder soll die Giftspritze bekommen. Eine Chance auf Begnadigung besteht kaum.

In der Todeszelle des berüchtigten Huntsville-Gefängnisses in Texas zählt der in Nürnberg geborene Raubmörder Troy Albert Kunkle die Stunden bis zu seiner Hinrichtung. Der 38-Jährige hat dort bereits sein halbes Leben verbracht. Am nächsten Mittwoch (7. Juli) soll er die Giftspritze bekommen. Todesstrafengegner aus aller Welt haben die geplante Exekution verurteilt und an den Gouverneur von Texas, Rick Perry, appelliert, Milde walten zu lassen. Rechtsexperten sehen aber kaum eine Chance auf Begnadigung.

"Mord ist etwas Wunderschönes"

Kunkle ist der Sohn eines US-Soldaten und einer Deutschen und besitzt die US-Staatsbürgerschaft. Er wurde für einen Mord im Jahr 1984 zum Tode verurteilt. Kunkle hatte als 18-Jähriger in Corpus Christi mit zwei Komplizen einen Anhalter entführt und ermordet. Kunkle erschoss den Familienvater, ehe die drei den Toten ausraubten. Seine Freundin und Komplizin Lora Zaiontz wurde zu lebenslänglicher Haft verurteilt, Aaron Adkins, der dritte im Bunde, erhielt 30 Jahre Gefängnis. Kunkle, zur Tatzeit Student, wurde in der texanischen Presse mit den Worten "Mord ist etwas Wunderschönes" zitiert.

In der amtlichen texanischen Justizliste über "Ausländer in der Todeszelle" wird Kunkle nicht geführt. "Für uns ist er US-Bürger und wird auch so behandelt", sagte die Sprecherin des texanischen Strafvollzugs, Michelle Lyons, am Montag in Huntsville. Auch bei der führenden US-Organisation von Todesstrafengegnern, dem "Death Penalty Information Center" in Washington, wird er als US-Staatsbürger angesehen. Nach amtlichen Angaben sitzen derzeit zwei zum Tode verurteilte deutsche Mörder im US-Bundesstaat Arizona in der Todeszelle, Michael und Rudi Apelt.

Für Kunkle haben sich viele Organisationen eingesetzt, darunter die "Initiative gegen die Todesstrafe e.V." in Deutschland. Die Gruppe beschreibt auf ihrer Webseite einen Besuch bei Kunkle in der Todeszelle und bietet ein Formblatt für eine Begnadigungs-Petition an Gouverneur Perry an. Kunkle selbst sagte in Interviews mit texanischen Medien, er bereue den Mord inzwischen zutiefst. Er habe sich im Gefängnis gewandelt und sei ein neuer Mensch geworden.

Exekution ohne konsularischen Beistand

Vor fünf Jahren hatte die Hinrichtung der deutschen Karl und Walter LaGrand in Arizona in Deutschland scharfe Proteste ausgelöst und die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA belastet. Die beiden wurden exekutiert, bevor rechtliche Fragen abschließend geklärt waren. Der internationale Gerichtshof in Den Haag urteilte später, die USA hätten in dem Fall gegen die Wiener Konvention über konsularischen Beistand verstoßen. Danach hätte den Brüdern Rechtsbeistand über ein deutsches Konsulat in den USA zugestanden.

In Huntsville werden jedes Jahr mehr Todesurteile vollstreckt als in allen anderen US-Bundesstaaten zusammen, mehr als 320 seit Wiedereinführung der Todesstrafe im Jahr 1982. Von den landesweit 65 US-Hinrichtungen des vergangenen Jahres fanden 24 in Texas statt. Hier sitzen zurzeit 444 Männer und acht Frauen in Todeszellen.

Was am Tag der Hinrichtung geschieht

Am Kopf des Hinzurichtenden steht ein Wärter und am Fußende ein Kaplan. Beide bleiben dort, bis der Insasse für tot erklärt wird. Bevor dann das tödliche Gift in die Venen des Täters gepumpt wird, bekommt er die Gelegenheit, um ein letztes Statement abzugeben.

Das ist der Zeitpunkt, zu dem der nur noch wenige Minuten Lebende ohne Einschränkung alles sagen kann, was ihm beliebt. In vielen Fällen wird Reue bekannt und oder es werden die Angehörigen der Opfer um Vergebung gebeten. Oftmals wird diese letzte Gelegenheit aber auch genutzt, um das Justizsystem von Texas heftig zu kritisieren, oder um die eigene Unschuld zu beteuern. Auch kränkende und beleidigende letzte Statements gegenüber den Zeugen der Opfern kommen vor. Den Zeugen wird nicht erlaubt, mit dem Insassen zu kommunizieren.

Die Worte "Let's go, Warden" oder "All right, Warden, I'm ready to go home" signalisieren dann den Exekutierenden, dass der Hinrichtungsprozess beginnen kann. Durch die Injektionsnadeln läuft zunächst eine neutrale Kochsalzlösung, die dafür sorgt, dass das Gift anschließend ungehindert seinen Weg finden kann. Danach fließen nacheinander drei unterschiedliche Stoffe in seinen Körper:

1. Natriumpentothal,

macht den Hinzurichtenden bewusstlos

2. Pancuroniumbromid,

lähmt die Muskeln und stoppt dadurch die Tätigkeit der Lunge und des Zwerchfells

3. Kaliumchlorid,

bringt das Herz zum Stillstand.

Die Zeugen bemerken innerhalb weniger Sekunden, wie sich die Brust des Hinzurichtenden ausdehnt - verursacht durch eines der Arzneimittel, welches das Zwerchfell zum Kollabieren bringt.

Insgesamt dauert der Prozess maximal etwa 7 Minuten; dann betritt ein Arzt den Raum, untersucht auf Lebenszeichen und erklärt ihn für tot. Die Kosten für die Chemikalien liegen bei umgerechnet ca. 80 Euro.

Jörg-Michael Dettmer/DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(