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Hinrichtung: Serienmörder geht singend in den Tod

Seine Taten zählen zu den grausamsten der US-Kriminalgeschichte: Im August 1990 schlachtete Danny Rolling fünf junge Menschen ab. Nun schockte er die Angehörigen ein letztes Mal mit einem Kirchenlied bei seiner Hinrichtung.

Als Danny Rolling bei seiner Hinrichtung gefragt wurde, ob er seine letzten Worte sprechen wolle, setzte der 52-Jährige zu einem Kirchenlied an. Es habe sich beinahe wie eine Hymne angehört, zitierten US-Medien am Donnerstag einen Gefängnissprecher. Der Refrain habe wie "None greater than thee, Lord" (Niemand größer als Du, Herr) geklungen. Mitarbeiter der Haftanstalt hätten zwar die Lautsprecher abgestellt, aber Danny Rolling sang und redete noch zwei Minuten weiter, während ihm das tödliche Gift injiziert wurde.

Der als "Schlitzer von Gainesville" bekannt gewordene Danny Rolling war zum Tode verurteilt worden, weil er im August 1990 vier junge Frauen und einen Studenten brutal mit einem Jagdmesser umgebracht und eine davon sogar geköpft hatte. Die Morde hatten die University of Florida in Gainesville in Panik versetzt. Die Opfer, zum Teil vergewaltigt und verstümmelt, wurden über einen Zeitraum von drei Tagen hinweg gefunden. Rolling wurde einige Monate darauf mit Hilfe einer DNA-Probe überführt, als er sich wegen eines Raubüberfalls auf einen Supermarkt in Haft befand.

"Ich verdiene den Tod", sagte Rolling einmal im Gefängnis. "Aber will ich sterben? Nein, ich will leben. Es ist schwer, das Leben aufzugeben." Ein letzter Vorstoß, die bereits angesetzte Hinrichtung zu stoppen, wurde am Mittwoch vom Obersten Gerichtshof der USA abgewiesen.

DPA/Reuters / DPA / Reuters
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