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"Horror-Haus" in Höxter: Angelika W. gibt mehr als 70 Arten von Misshandlungen zu

Würgen, Anketten, Schlagen, Verbrühen: Die in Höxter angeklagten Angelika W. und Wilfried W. malträtierten ihre Opfer auf brutalste Weise. Stundenlang schildert die 47-Jährige ihre eigene Rolle im "Horror-Haus".

Angelika W. und ihr Anwalt Peter Wüller im Gerichtsaal in Paderborn

Angelika W. und ihr Anwalt Peter Wüller im Gerichtssaal in Paderborn

Im Mordprozess um brutale Misshandlungen in Höxter hat die Angeklagte Gräueltaten gegenüber mehreren Frauen im sogenannten "Horror-Haus" geschildert. Sie räumte dabei ein, insgesamt fünf Frauen gegenüber selbst gewalttätig gewesen zu sein. Dem Gericht legte sie eine Liste mit mehr als 70 Arten von Misshandlungsarten vor, die sie oder ihr mitangeklagter Ex-Mann Wilfried W. den Frauen zugefügt hätten. Die Drangsalierungen reichten demnach von Schlägen und Beleidigungen über Verbrühungen bis zu stundenlangem Anketten im Schweinestall und Würgen. 

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden vor, über Jahre hinweg Frauen nach Ostwestfalen gelockt und brutal misshandelt zu haben. Zwei Frauen aus Niedersachsen starben infolge der Quälereien, weitere Frauen entkamen. 

Ein falsches Wort - und Wilfried W. rastete aus

Am dritten Prozesstag verbarg Angelika W. ihr Gesicht beim Betreten des Gerichtssaals erstmals nicht hinter einer Aktenmappe, sondern zeigte sich den Kameras wie ihr Ex-Mann Wilfried W. auch. Vor dem Landgericht Paderborn beschrieb Angelika W. ein striktes Bestrafungssystem, dem sich die Frauen beugen mussten. 

Bei kleinstem vermeintlichem Fehlverhalten - ein falsches Wort, ein Haar auf dem Küchentisch - sei er ausgerastet, weil er sich missachtet gefühlt habe. Die Frauen hätten schriftlich versichern müssen, sich zu ändern. Als sie dennoch weiter Fehler machten, sei auch Angelika W. übergriffig geworden. 

Opfer in Höxter wurden im Schweinestall angekettet

Am Nachmittag befragte das Gericht sie zunächst detaillierter zu der Zeit, als eine Frau aus Magdeburg Ende 2011 für mehrere Monate eingezogen war. Dreiviertel der Gewalttätigkeiten seien damals von Wilfried W. ausgegangen, sagte Angelika W. Unter anderem habe er sie mit einer Schaufel geschlagen oder ihr drohend ein Messer an die Kehle gesetzt. Sie selbst habe die Frau unter anderem geschlagen, gewürgt oder im kalten Schweinestall angekettet. Bevor die Frau nach einigen Monaten nach Magdeburg zurückkehren durfte, habe sie ein Schriftstück unterschreiben müssen, in dem sie versicherte, dass es nie zu Gewalttätigkeiten gekommen sei. 

Was die späteren Opfer mutmaßlich erleiden mussten, dazu soll Angelika W. an den weiteren Prozesstagen Stellung nehmen. Wilfried W. schweigt bislang zu den Vorwürfen. Sein Anwalt hatte Medien gegenüber immer wieder betont, sein Mandant sei nicht die Triebfeder.

kis / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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