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Horrorhaus in Höxter: Leichenspürhunde sollen Straße nach menschlichen Überresten absuchen

2014 soll das Horror-Paar von Höxter Körperteile einer Frau verbrannt und die Asche an einer Landstraße verstreut haben. Auf der Suche nach möglichen Überresten will die Polizei auch Leichenspürhunde einsetzen.

Polizeiwagen stehen vor dem als Horror-Haus berüchtigten Gebäude in Höxter

Auf der Suche nach weiteren möglichen Opfern setzt die Polizei in Höxter ab Montag auf Leichenspürhunde

Nahe dem berüchtigten Haus von Höxter, in dem Frauen misshandelt und Tode gequält wurden, sollen Leichenspürhunde am Montag eine Landstraße nach menschlichen Überresten absuchen. Die Ermittler gehen damit einer Aussage der tatverdächtigen Angelika W. nach, wie die Staatsanwaltschaft Paderborn und die Polizei Bielefeld am Freitag mitteilten.

Demnach sollen die in einem Kachelofen verbrannten Körperteile einer Frau im Jahr 2014 von Angelika W. und ihrem Ex-Mann Wilfried W. als Asche am Wegesrand einer nahegelegenen Straße im nordrhein-westfälischen Höxter-Bosseborn verstreut worden sein.

Der 46 Jahre alte Wilfried W. soll zusammen mit seiner 47 Jahre alten Ex-Frau in seinem Haus zwei Frauen im Alter von 33 und 41 Jahren so schwer misshandelt haben, dass sie starben. Zudem identifizierte die Polizei mindestens vier weitere misshandelte Frauen. Das mutmaßliche Täterpaar lernte die Frauen über Kontaktanzeigen kennen und sitzt nun in Untersuchungshaft.

Tatortarbeiten in Höxter vor dem Abschluss

Bislang gingen bei der Polizei 68 Hinweise ein. Neue Opfer seien nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht darunter. Die Ermittler suchten derzeit noch Frauen auf, die zu den Tatverdächtigen in den vergangenen Jahren Kontakt hatten.

Am Tatort beschlagnahmte die Polizei demnach hunderte Asservate, die nun auf mögliche Spuren wie DNA und Fingerabdrücke untersucht werden. Die Tatortarbeiten sollen nach Polizeiangaben in der kommenden Woche abgeschlossen werden, jetzt beginne die "Phase der umfangreichen Detailarbeit".


mod / AFP