Hoffenheim-Mäzen Hopp erpresst - Verdächtiger vor Gericht


Wie jetzt bekannt wurde, soll ein 43-Jähriger den SAP-Mitgründer und Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp bedroht haben, um einen Millionenbetrag zu erpressen. Der Verdächtige muss sich schon bald vor Gericht verantworten.

Dietmar Hopp, Mitgründer des Software-Unternehmens SAP und Mäzen des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim, ist offenbar erpresst worden. Ende August/Anfang September soll er brieflich bedroht worden sein, wie am Donnerstag bekannt wurde. Ein 43 Jahre alter Mann aus Heilbronn soll einen Geldbetrag in Millionenhöhe gefordert haben, teilte die Staatsanwaltschaft in Heidelberg mit.

Der mutmaßliche Täter befinde sich in Untersuchungshaft, erklärte ein Sprecher des Landgerichts Heidelberg am Donnerstag. Er bestätigte damit einen Bericht der Illustrierten "Bunte". Zur Art der Drohungen wollten weder das Landgericht noch Dietmar Hopp Stellung nehmen.

Prozess startet im Dezember

Der Polizei sei es gelungen, den mutmaßlichen Täter festzunehmen, teilte das Gericht mit. Seitdem sei der Transportunternehmer in Untersuchungshaft. Der Prozess ist zunächst auf zwei Tage (8./9. Dezember) angesetzt. Nach dem derzeitigen Stand sei nicht damit zu rechnen, dass Hopp als Zeuge aussagen müsse.

Hopp hatte 1972 den in Walldorf bei Heidelberg ansässigen Software-Konzern SAP mitgegründet und hält noch zahlreiche Aktien des Unternehmens. Der Milliardär ist auch als Sport-Mäzen bekannt, unter anderem beim Fußball-Bundesliga-Club TSG Hoffenheim.

DPA/Reuters DPA Reuters

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