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Hoffnungsschimmer für Mirco: Ermittler durchsuchen Müllberg nach dem Handy des Jungen

Im Fall des verschwundenen Mirco aus Grefrath gibt es einen neuen Hoffnungsschimmer: Die verbrannt geglaubte Müll vom Parkplatz existiert doch noch. Die Ermittler hoffen nun auf neue Spuren, beispielsweise das Handy des Elfjährigen.

Überraschung im Fall des verschwundenen Mirco: Der Müll vom Parkplatz, auf dem Mircos Kleidung entdeckt wurde, ist doch nicht verbrannt, wie die Ermittler glaubten. Er lagerte zwei Wochen lang umbemerkt auf einem Bauhof in einem großen Müllcontainer, bestätigte Polizeisprecher Willy Theveßen am Dienstag einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Erst bevor der Müll tatsächlich verbrannt werden sollte, informierte die Bauhof-Leitung die Polizei. Die Beamten stoppten die Verbrennung. Nun stehen sie vor einem Berg von 17 Kubikmetern Müll aus den öffentlichen Mülleimern der Region. Er muss akribisch durchsucht werden - etwa nach Mircos Handy.

Zudem untersuchen die Ermittler DNA-Spuren auf der Kleidung des Jungen. Um wie viele verschiedene Spuren es sich handelt, wollten die Ermittler nicht verraten. Spezialisten des Landeskriminalamts in Düsseldorf sind mit der Auswertung beschäftigt. Ob darunter auch der "genetische Fingerabdruck" des mutmaßlichen Entführers ist, stehe aber weiterhin nicht fest, sagte Polizeisprecher Willy Theveßen am Montag.

Die Spuren würden derzeit mit den Vergleichsproben der Menschen abgeglichen, die Mircos Kleidung vor oder nach seinem Verschwinden auch noch in den Händen hatten. Das Ausschließen dieser "berechtigten Personen" dauere noch an. Die Polizei hofft, dass bei einem Treffer der mutmaßliche Täter im besten Fall bereits in der DNA-Datenbank des Bundeskriminalamts gespeichert ist. Im Fall eines solchen DNA- Treffers "wird das der Täter als erstes von uns erfahren", hatte die Polizei bereits angekündigt.

Falls die Analysen ein unbekanntes DNA-Profil ans Licht bringen sollten, könnte die Bevölkerung der Region mit einem Massen-Gentest überprüft werden. Sogenannte Profiler gehen nach der Analyse des Falls davon aus, dass der Entführer des Jungen aus der Region kommt.

DPA / DPA