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Krawalle von Köln: So viele Gewalt-Hooligans gibt es in Deutschland

Was sind das für Leute, die in Köln Krawall gegen Salafisten gemacht haben? Die Zentrale Informationsstelle für Sporteinsätze hat die Fußball-Szene seit Jahren unter Beobachtung.

Von Volker Königkrämer

Bei der Demo in Köln hatte die Polizei offenbar das Potential der gewaltbereiten Teilnehmer deutlich unterschätzt

Bei der Demo in Köln hatte die Polizei offenbar das Potential der gewaltbereiten Teilnehmer deutlich unterschätzt

Das neue Schreckgespenst in Deutschland heißt seit vergangenem Sonntag HoGeSa, Hooligans gegen Salafisten. Unter dieser plakativen Parole hat sich ein diffuses Bündnis aus ganz unterschiedlichen politischen Ecken zusammengefunden: Rocker, Kuttenträger, Rechtsextremisten und eben auch gewaltbereite Fußballfans.

Über letztere hat sich die Polizei über Jahre ein verlässliches Bild gemacht. Zuständig dafür ist die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS), die bundesweit Fußball-Gewalttäter beobachtet und registriert. Sie ist beim Landesamt für polizeiliche Dienste NRW in Duisburg angesiedelt und veröffentlicht regelmäßig einen Jahresbericht. Zentrale Aufgabe ist die Führung der Datei "Gewalttäter Sport". Dort landen Daten von Sportveranstaltungsbesuchern, gegen die ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet bzw. die rechtskräftig verurteilt worden sind. Sie umfasst derzeit 13.032 Personen (Stand: März 2012).

Friedliche Fans und Krawall-Chaoten

Die aktuellsten Zahlen stammen aus der Saison 2013/2014 und beleuchten die Fanszene von der Bundesliga bis hinunter in die Regionalliga. Grundsätzlich bedient sich die ZIS dabei einer Einordung in drei Kategorien: In der Kategorie A ist der "friedliche Fan" aufgeführt. In Kategorie B der gewaltbereite/ -geneigte Fan. Und in Kategorie C schließlich der harte Kern von gewaltsuchenden Fans.

Aktuell gibt es demzufolge in Deutschland in den ersten vier Fußballligen insgesamt ein Potenzial von 17.564 Krawallfans. Die große Mehrzahl (13.329) gehört laut ZIS zur Kategorie B. Aber immerhin 4235 Personen sind der Kategorie C zuzurechnen.

Die Zahlen sind relativ stabil. Gegenüber der Vorsaison war ein Anstieg des Gesamtpotenzials um insgesamt 125 Personen in den Kategorien B und C zu verzeichnen.

Aufschlussreich ist die Aufschlüsselung nach der politischen Motivation. In der Saison 2012/2013 lag der Anteil des rechtsmotivierten Potenzials in der ersten und zweiten Bundesliga nach Einschätzung der Polizeibehörden bei lediglich 4,1 Prozent. Ein Wert, der dem der Vorjahre entspricht. Ein Abgleich zwischen der Datei der "Gewalttäter Sport" mit polizeibekannten Angehörigen der politisch motivierten Szene ergibt, dass rund 400 Krawallfans dem rechtsmotivierten Spektrum zuzurechnen sind und 120 Personen dem linksgerichteten Bereich.

Relativ intensiv widmet sich der ZIS-Jahresbericht auch dem Milieu, aus dem die auffällig gewordenen Krawallfans kommen. So wird explizit der Unterschied zwischen Hooligans und der Anfang der Jahrtausendwende aufkommenden Bewegung der Ultras herausgearbeitet. Wobei die ZIS zu dem Schluss kommt: "Der überwiegende Teil der Ultras kann weiterhin der Kategorie A zugerechnet werden."

Fan-Organisationen kritisieren ZIS

Das Kernproblem der derzeitigen Diskussion über gewaltbereite Fans können die Zahlen aber auch nicht auflösen. Denn je nach Standpunkt lesen die Protagonisten die Statistik, wie es ihnen in den Kram passt. Viele Politiker konstatieren aus den Zahlen eine nie da gewesene Eskalation der Gewalt. Die Ereignisse in Köln sind Wasser auf ihre Mühlen.

Fan-Organisationen hingegen sehen die ZIS-Zahlen und insbesondere die "Gewalttäter-Sport"-Datei kritisch, weil die Eintragungen häufig nicht transparent sind und mitunter auch Personen eingetragen werden, die bloß zur falschen Zeit am falschen Ort waren, ohne sich aktiv an irgendwelchen Ausschreitungen beteiligt zu haben.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.