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Icke muss vor Jericht: Klaus, 60 - schön, aber lästig

Ein Mann, 60 Jahre alt und attraktiv, begleitet beruflich alte und behinderte Menschen. Und angeblich auch mehr als das: Seine Schützlinge sagen, er würde sie sexuell belästigen - was der Beschuldigte zurückweist.

Von Uta Eisenhardt

Ich bin zwar ein Süßholz-Raspler", sagt Klaus-Dieter Hecht*, "aber ich habe noch nie eine Frau sexuell beleidigt". Wegen dieses Vorwurfs muss sich der 60-jährige Behindertenhelfer nun vor Gericht verantworten. Erhoben von einem seiner Schützlinge, Renate Dexheimer*. Was stimme, sei lediglich, dass er ihren Oberarm berührt habe, sagt Hecht. Aber nur, um zu fragen, wie sie geführt werden möchte. Die Dame ist 65 Jahre alt, blind, und sie leidet zudem an Krebs.

Es war im Juli, als sich der Zwischenfall zutrug: Schon an der Haustür, als er sie abgeholt hatte, habe er sie mit den Worten begrüßt: "Ach, sehen Sie gut aus!" Auch er sei attraktiv und zudem ein guter Tänzer, ließ er sie wissen. Später, auf dem Weg zum Blumenladen, vor dem U-Bahn-Eingang hat Hecht ihren Oberarm gestreichelt. "Oh, der ist sehr weich", soll er laut Renate Dexheimer gesagt haben.

Sexuelle Gefühle auf Knopfdruck

Später, als beide zu Hause angekommen waren, seien bei ihrem Begleiter "wohl sexuelle Gefühle hoch gekommen - wie auf Knopfdruck", so die Zeugin in der Rückschau. Am Gasherd in der Küche habe er gesagt, er sei so heiß, er könne jeden Tag kommen. Dann habe er seine Hüften kreisen lassen und versucht, ihr einen Kuss geben. Doch weil sie sich wegdrehen konnte, sei sein Mund auf ihrer Wange gelandet - so erzählt es die Dame.

Vor zwei Jahren wurde der Langzeitarbeitslose Hecht vom Jobcenter in eine Arbeitsmaßnahme beim Mobilitätsdienst vermittelt. Der gelernte Maurer qualifizierte sich mit einem einwöchigen Kurs in Rollstuhlbedienung und Blindenführung zum Begleiter für Kranke und Behinderte. Nach eigener Aussage sei er in der Einrichtung gut angekommen - auch wegen seines Aussehens: Jeden Tag will der Brillenträger mit dem Bürstenhaarschnitt bei der Mobilitätshilfe gehört haben: "Ich will nur den Klaus haben, den schönen Klaus!"

Drei Wochen später stand er wieder vor der Tür

Obwohl Renate Dexheimer bei der Mobilitätshilfe wegen des Vorfalls darum bat, nie wieder von Klaus-Dieter Hecht begleitet zu werden, klingelte er drei Wochen später erneut an ihrer Tür. Es kam, was kommen musste: Als er sich von ihr verabschiedete, soll er in ihr Ohr gestöhnt haben: "Ich möchte dich küssen, ich bin so heiß!" Renate Dexheimer erinnert sich noch an den schwülwarmen Tag und das durchgeschwitzte Hemd ihres Begleiters, der sich an sie drückte: "Es war so unangenehm!" Sie bat den Lästigen, zu gehen. Mehr Gegenwehr habe sie in ihrer Altbau-Wohnung nicht gewagt, sie habe sich ausgeliefert gefühlt.

Sie erzählte anderen Begleitern von den Vorfällen und erfuhr, dass Klaus-Dieter Hecht einer Rollstuhlfahrerin an die Brust gefasst und auch eine psychisch kranke Kollegin belästigt haben soll. Letzterer wollte man zunächst nicht glauben. Darum entschloss sich Renate Dexheimer zur Anzeige.

Die Leiterin des Mobilitätsdienstes berichtet dem Gericht von einem vertraulichen Gespräch mit dem Angeklagten: "Er sagte, ich bin nun mal so, egal wie alt ich bin, ich werde mich nicht ändern. Die Frauen sind selbst schuld." Die Zeugin meint: "Es ist menschlich ganz schön unter der Gürtellinie, wenn man so 'ne kranken Behinderten auch noch sexuell belästigt!"

"Ich glaube, Sie machen sich selbst etwas vor"

Weinerlich sagt der Angeklagte: "Ich bin geschockt, dass ich für etwas bestraft werde, was ich gar nicht gemacht habe." Den Richter beeindrucken seine Tränen nicht: "Ich glaube, Sie machen sich selbst etwas vor. Sie wollen es nicht wahrhaben, weil sie sich Ihr Verhalten nicht erklären können." Er verurteilt den schönen Klaus wegen Beleidigung in zwei Fällen zu 750 Euro (50 Tagessätze) Geldstrafe.

Der kündigt an, weiter zu kämpfen. Vielleicht glaubt man ihm am Landgericht, wo die Berufungsverhandlung stattfinden wird.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.