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Illinois, USA: Eltern sollen Fünfjährigen gezwungen haben, lange kalt zu duschen – mit tödlichen Folgen

Ein Fünfjähriger aus Illinois (USA) wurde offenbar von seinen Eltern getötet. Einem Bericht zufolge wurde der Junge dazu gezwungen, über einen längeren Zeitraum kalt zu duschen. Das soll tödlich geendet sein. 

Illinois: Eltern sollen Fünfjährigen gezwungen haben, lange kalt zu duschen – mit tödlichen Folgen

Crystal Lake, Illinois (USA): Kollektive Trauer um "AJ" vor dem Haus der Familie

AFP

Am 18. April veröffentlichte das Crystal Lake Police Department eine Pressemitteilung: "Polizei sucht vermissten Fünfjährigen". Andrew "AJ" Freund war spurlos verschwunden. Seine Eltern gaben gegenüber der Polizei an, ihren Sohn zuletzt am Abend zuvor gesehen zu haben. "Ich habe keine Ahnung, wo er sein könnte ... Wir haben die Schränke durchsucht, den Keller, die Garage, alles", sagte sein Vater, Andrew Freund Sr., 60, den Beamten am Telefon.

Eine Woche später meldete die Polizei, dass sie wahrscheinlich die Leiche des Fünfjährigen "AJ" gefunden haben. Der leblose Körper sei in einem "flachen Grab", in einer abgelegenen Gegend Woodstocks (US-Bundesstaat Illinois), entdeckt worden. Und vermutlich wurde es von Andrews Eltern geschaufelt.

Bericht lässt qualvollen Tod von "AJ" vermuten

JoAnn Cunningham, 35, und Andrew Freund Sr. sollen den Fünfjährigen umgebracht haben. Die Polizei legt den Eltern mehrere Verbrechen zur Last, darunter Mord und Verschleierung. Sie würden sich derzeit in Haft befinden. 

Offizielle Angaben zu der Todesursache von "AJ" machen die Beamten bisher nicht. Dem US-Portal "Buzzfeed News" soll jedoch ein interner Polizeibericht vorliegen, der einen qualvollen Tod des Jungen vermuten lässt. Demnach töteten seine Eltern den Fünfjährigen, indem sie ihn zwangen, "für einen längeren Zeitraum kalt zu duschen" und schlugen ihn, wie es in dem Bericht heißen soll. Dies sei am 15. April geschehen, also drei Tage bevor Vater Andrew das vermeintliche Verschwinden seines Sohnes meldete. Die Eltern hätten "gewusst, dass ihre Taten zum Tod des Fünfjährigen führen" würden. 

Eine forensische Datenanalyse ihrer Telefone hätte die Beamten auf die Spur der Eltern gebracht, teilte die Polizei mit. Mit den gesammelten Erkenntnissen konfrontiert, hätten JoAnn Cunningham und Andrew Freund Sr. Informationen zur Verfügung gestellt, die zum Fund der mutmaßlichen Leiche des Fünfjährigen geführt hätten.

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Eltern aus Illinois wohl mehrmals aufgefallen

In den vergangenen fünf Jahren sei die Polizei mehrmals bei der Familie vorstellig geworden, berichtete "Buzzfeed News". Der Vater sei im Dezember 2018 sogar kurzzeitig in Haft gewesen, weil er mit einem ungültigen Führerschein gefahren sei. Bei seiner Festnahme hätten die Beamten festgestellt, dass die Zustände im Haus der Familie nicht "akzeptabel" seien. Überall seien Exkremente von Hunden verstreut, zahlreiche Fenster kaputt und die Küche mit Klamottensäcken übersät gewesen.

Andrew und sein vierjähriger Bruder, Parker, hätten bei der Festnahme lediglich Windeln getragen. Darüber hinaus hätte Parker einen großen Bluterguss an seiner Hüfte gehabt, den seine Mutter den Beamten habe nicht erklären können. Ein daraufhin eingeleitetes Gespräch des Jugendamtes mit den beiden Jungen hätte nicht ergeben, dass ein möglicher Missbrauch vorliege. Andres Bruder Parker würde sich derzeit in Schutzhaft befinden.

Quellen: "Buzzfeed News", Crystal Lake Police Department (Pressemitteilung und aufgezeichneter Notruf)

fs