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Gefährliche Tradition: Betrunkener Brautvater schießt vor Freude in die Luft - und tötet 22-jährige Nachbarin

Bei einer Hochzeitsfeier in Indien ist es zu einem tragischen Unglück gekommen: Eine junge Frau starb durch einen Kopfschuss. Der Vater der Braut wurde festgenommen. Eigentlich wollte er feierlich in die Luft schießen.

Die Kugel, die die junge Frau in Indien in den Kopf traf, soll aus dem Revolver des Brautvaters abgefeuert worden sein

Die Kugel, die die junge Frau in Indien in den Kopf traf, soll aus dem Revolver des Brautvaters abgefeuert worden sein (Symbolfoto)

Getty Images

Die indische Polizei hat einen Mann festgenommen, der versehentlich seine Nachbarin erschossen haben soll. Das berichten die BBC und der "Evening Standard" unter Berufung auf die Polizei. Demnach feierte der Mann mit Familie und Freunden die bevorstehende Hochzeit seiner Tochter. Dabei soll er mit seinem Revolver Freudenschüsse in die Luft abgegeben haben. Eine der Kugeln traf der Polizei zufolge die 22-jährige Nachbarin in die Stirn und tötete sie auf der Stelle. Die junge Frau habe zum Zeitpunkt des Unglücks auf ihrer Terrasse gestanden, um die Feierlichkeiten im Nachbarhaus zu beobachten. Der Festgenommene war dem "Evening Standard" zufolge betrunken, als er die Schüsse abgab. Die Tat soll sich in Hoshiarpur im nördlichen Bundesstaat Punjab ereignet haben.

Die hat den Berichten zufolge auch Ermittlungen gegen einen weiteren Partygast eingeleitet. Der Mann soll mit einem zweiläufigen Gewehr ebenfalls in die Luft geschossen haben. "Die Beschuldigten waren keine professionellen Schützen und sie hätten wissen müssen, dass es (die Kugel) jeden hätte treffen können", zitiert die BBC einen Polizisten.

Indien: Immer wieder aus Versehen tödliche Schüsse 

Der Fall ist nur der jüngste in einer langen Reihe von Unfällen mit Schusswaffen, die bei Feiern für Freudenschüsse in die Luft genutzt werden. Im November 2016 starb der BBC zufolge ein Hochzeitsgast und drei weitere wurden verletzt, als eine Frau auf der Tanzfläche in die Luft schoss. Einen Monat später sei eine Tänzerin auf einer Hochzeit von einer Kugel aus der Waffe eines Betrunkenen erschossen worden. Auch dort soll es sich um Freudenschüsse gehandelt haben. Erst im November 2017 sei zudem ein achtjähriger Junge auf einer Hochzeitsfeier von solchen Schüssen getöteten worden.

Die Tradition des feierlichen in die Luft Schießens ist nicht auf Indien beschränkt. Der gefährliche Brauch ist auch in Afghanistan, Teilen des Mittleren Ostens, auf dem Balkan und in anderen Teilen der Welt verbreitet.

fin
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