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Alles aus Habgier Leichen an Krokodile verfüttert: Serienkiller gesteht Morde an 50 Taxi-Fahrern

Indien: Ein Serienmörder ließ Krokodile sie Spuren seiner Taten beseitigen (Symbolbild) 
Indien: Ein Serienmörder ließ Krokodile die Spuren seiner Taten beseitigen (Symbolbild) 
© Christian Hütter / Picture Alliance
Jahrelang hat in Indien ein Serienmörder Taxi-Fahrer in die Falle gelockt und sie ermordet. Um keine Spuren zu hinterlassen, verfütterte er die Leichen seiner Opfer an Krokodile. Sein Motiv: Habgier. 

Devender Sharma kann auf eine steile Laufbahn zurückblicken: als Verbrecher. Einst begann alles mit Betrug, führte zu illegalem Organhandel und endete schließlich mit Mord. Mehr als 50 Taxi-Fahrer hat der 62-Jährige ermordet, wie er nun selbst gestanden hat. Wie vielen Menschen genau er das Leben genommen hat, weiß Sharma nach Angeben der indischen Polizei selbst nicht mehr zu sagen. Nach 50 Morden sei es für ihn schwierig geworden, sich an die genaue Anzahl seiner Taten zu erinnern, zitiert der indische Fernsehsender "New Delhi Television" die Polizei.

Dabei ist der Mann bereits 2004 wegen sieben Morde an Taxi-Fahrern zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. 16 Jahre saß er in Jaipur, einer Stadt im nördlichen Bundesstaat Rajasthan, im Gefängnis. Bis er im Januar dieses Jahres für 20 Tage Freigang bekam. 

Als seine Zeit in Freiheit um war, kehrte Sharma jedoch nicht ins Gefängnis zurück. Er floh. Ein halbes Jahr fahndete die Polizei nach ihm. Am vergangenen Dienstag erhielt die Behörde schließlich einen Hinweis auf seinen Aufenthalt. "Anfangs hatte er im Haus eines Bekannten in Delhis Mohan Garden gelebt und ist später nach Baprola gezogen, wo er eine Witwe geheiratet hat. Unser Team verhaftete ihn, nachdem wir am Dienstag Informationen über sein Versteck erhalten hatten", sagte der stellvertretende Kommissar der Kriminalpolizei Rakesh Paweriya. 

Taxi-Fahrer ermordet, um ihre Autos zu verkaufen 

Nach seiner Verhaftung erzählte Sharma der Polizei, er habe gehofft, in Delhi neu anzufangen zu können. Er heiratete eine entfernte Verwandte, die über seine Verbrechen Bescheid wusste, und baute ein Immobiliengeschäft auf. Bei der Vernehmung berichtete er aber nicht nur über seine gescheiterten Zukunftspläne, sondern packte auch über seine Vergangenheit aus.

Nach einem Studium der traditionellen indischen Medizin leitete er laut der Polizei ab 1984 elf Jahre lang eine Klinik in Rajasthan. Als er jedoch Opfer von Betrügern geworden sei und eine Menge Geld verloren habe, verkaufte er gefälschte Gaskanister. Schnell merkte Sharma, dass kriminelle Machenschaften lukrativer sind als seine Klinik und stieg in den illegalen Organhandel ein. Nach Angaben der Polizei gab er nun zu, an mehr als 125 illegaler Nierentransplantationen beteiligt gewesen zu sein, von denen ihm jede zwischen 6680 und 9350 US-Dollar Profit einbrachte.

Doch das reichte ihm nicht. Mit der Hilfe eines Komplizen ging er dazu über, Taxi-Fahrer zu ermorden. Sie bestellten Taxis und töteten die Fahrer an abgelegenen Orten. Die Leichen entsorgten sie in einem Kanal, in dem Krokodile lebten. So sollte ausgeschlossen werden, dass Überreste gefunden werden. Die Taxis der Opfer verkaufte Sharma - entweder ganz oder in Teilen. An jedem Auto verdiente er rund 270 US-Dollar.

Die Polizei vermutet nun, dass er in über 100 Mordfälle verwickelt sein könnte.

ivi

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