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DNA-Test ergab: Kind von vergewaltigter Zehnjähriger in Indien - erster Verdächtiger ist nicht der Vater

Im August brachte eine nach einer Vergewaltigung schwanger gewordene Zehnjährige ihr Baby zur Welt. Ein Onkel des Mädchens wurde verhaftet. Jetzt stellte sich heraus: Der Vater des Kindes ist er nicht. Nun steht sein jüngerer Bruder unter Verdacht.

Indien - Zehnjährige - Vergewaltigung - Festnahme

Der verhaftete 38-Jährige ist ein jüngerer Bruder des ebenfalls der Vergewaltigung seiner Nichte verdächtigten Mannes (Symbolbild)

Im Fall einer zehnjährigen Inderin, die nach einer Vergewaltigung schwanger geworden war und im August ihr Baby zur Welt brachte, ist ein zweiter Verwandter festgenommen worden. Bei dem Mann handelt es sich einem BBC-Bericht zufolge um den jüngeren Bruder des Onkels des Mädchens, der nach Bekanntwerden des Falls verhaftet worden war.

Demnach hatte die Polizei neue Ermittlungen aufgenommen, nachdem forensische Tests ergeben hatten, dass die des Babys sowie des zunächst für den Täter gehaltenen Mannes nicht übereinstimmten. Nichtsdestotrotz müsse sich der erste Verdächtige, der in Haft sitzt und bislang zu den Vorwürfen gegen ihn schweigt, weiterhin vor einem Gericht verantworten, das sich speziell mit Verbrechen gegen Kinder beschäftigt, heißt es.  

Zehnjährige berichtete Polizei von Missbrauch durch zweiten Onkel

Auf die Spur des zweiten Onkels hatte das Opfer die Polizei in Vernehmungen selbst gebracht. So soll sie gegenüber den Beamten angegeben haben, dass sich auch der nun verhaftete 38-Jährige an ihr vergangen hatte. Weil sie zudem die Erlaubnis gab, eine DNA-Probe zu nehmen, kam die Polizei dem nun dringend Tatverdächtigen auf die Spur.

Der Fall des Mädchens aus dem nordindischen Bundesstaat Punjab hatte international für Aufsehen gesorgt, weil der Zehnjährigen verboten worden war, das durch mehrfache entstandene Kind abzutreiben. Demnach erlaubt das indische Gesetz Abtreibungen nach der 20. Schwangerschaftswoche nur, wenn das Leben der Mutter gefährdet ist.

Indisches Gericht verbot Abtreibung

Die Schwangerschaft war damals jedoch erst nach 26 Wochen festgestellt worden, als die Eltern ihre Tochter wegen Magenschmerzen in eine Klinik gebracht hatten. Weil der Familie trotz intensiver Bemühungen keine Ausnahmegenehmigung für eine Abtreibung durch den Obersten Gerichtshof erteilt worden war, brachte die Zehnjährige ihr Kind im August per Kaiserschnitt zur Welt. 


mod