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Indonesien: Schamane hält Frau ihr halbes Leben als Sex-Sklavin in Höhle gefangen

Die Polizei in Indonesien beendete nach 15 Jahren die Tortur einer 28 Jahre alten Frau. Sie wurde offenbar mehr als die Hälfte ihres Lebens in einer Höhle gefangen gehalten und dort sexuell misshandelt.

Ein selbst ernannter Schamane hat eine junge Frau in Indonesien 15 Jahre lang gefangen gehalten und missbraucht. Nach Angaben der Polizei hatten die Beamten einen Hinweis von einem Verwandten des Opfers bekommen und danach die Frau befreit. 

Die Polizei fand die mittlerweile 28-Jährige am Sonntag in einer Höhle im Hinterhof des Hauses des 83 Jahre alten Mannes. Dort musste sie offenbar in einer Felsspalte leben. Der Schamane habe die Frau wiederholt sexuell missbraucht und ihr eingeredet, sie sei von einem bösen Geist besessen, sagte der Polizeichef des Bezirks Toli-Toli. "Sie wirkte verwirrt und sagte, sie wolle zurück in die Höhle", fügte er hinzu. 

Das Opfer berichtete der Polizei laut "Jakarta Post", schwanger gewesen zu sein, der Fötus sei jedoch durch einen speziellen Trank abgetrieben worden. Die Sprecherin einer Frauenrechtsorganisation befürchtet in der "Jakarta Post", es könnte noch weitere Opfer geben. 

Video der Rettung in Indonesien:

Der Schamane hatte der Polizei zufolge seine Familie und auch Verwandte des Opfers mit dem Tod bedroht, sollten sie ihn verraten. Ihm drohen wegen Verstoßes gegen das Kinderschutzgesetz nun bis zu 15 Jahre Gefängnis.

wue / DPA