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Inhaftierter iranischer Regisseur Berlin kritisiert Haftstrafe gegen Jafar Panahi


Die Bundesregierung hat vom Iran die sofortige Aufhebung einer Haftstrafe gegen den regimekritischen Filmregisseur Jafar Panahi verlangt.

Die Bundesregierung hat die Inhaftierung des iranischen Filmemachers Jafar Panahi scharf verurteilt. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) forderte die iranische Führung zu einer "sofortigen Aufhebung des Urteils" auf, wie sein Sprecher Andreas Peschke am Montag in Berlin sagte. Aus Westerwelles Sicht "steht dieses offensichtlich politisch motivierte Urteil exemplarisch für viele derartige Fälle im Iran und zeigt auf besonders empörende Weise wie die Meinungsfreiheit verletzt wird". Der Minister sei "äußerst besorgt".

Ein iranisches Berufungsgericht hatte kürzlich die sechsjährige Haftstrafe für Panahi bestätigt. Auch das 20-jährige Berufs- und Reiseverbot gegen den 51-Jährigen, der der Jury des Filmfests Berlinale angehört, wurde bestätigt. Panahi, der offen die iranische Oppositionsbewegung unterstützt, war Anfang März des vergangenen Jahres in seinem Haus in Teheran festgenommen worden.

DPA/AFP DPA

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