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Internationale Anschlagsserie Ikea lässt nach Erpresser fahnden

Nach einer Serie von Explosionen in europäischen Ikea-Filialen im Frühsommer bestätigt das Unternehmen jetzt: Es gibt einen Erpresser.

Die schwedische Möbelhauskette Ikea wird nach einer internationalen Anschlagsserie erpresst. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte am Mittwoch in Helsingborg, dass eine Person das Unternehmen bedrohe: "Wir arbeiten in mehreren Ländern mit der Polizei zusammen. Die Drohungen des Erpressers sind nicht auf ein Land konzentriert, sondern richten sich gegen Ikea generell."

Ikea nimmt es "sehr ernst"

Im Ikea-Haus Dresden war am 10. Juni ein Sprengsatz detoniert, der zwei Kunden leicht verletzt hatte. Zuvor hatte es Ende Mai ähnliche Anschläge in Ikea-Filialen in Belgien, Frankreich und den Niederlanden gegeben.

In einer Erklärung aus der Ikea-Pressestelle im schwedischen Helsingborg hieß es am Mittwoch, man nehme den Erpressungsversuch "sehr ernst". Weitere Einzelheiten wollte das Unternehmen nicht nennen, nur so viel: Die Sicherheit in allen eigenen Möbelhäusern sei gewährleistet - Ikea habe die Sicherheitsmaßnahmen nach den Anschlägen deutlich verstärkt.

Europol fahndet mit Foto

Die europäische Polizeibehörde Europol hatte am 11. September die Beschreibung eines Verdächtigen veröffentlicht, der zwischen 35 und 45 Jahren alt sein soll. Auf ihrer Internetseite zeigt Europol ein Foto, auf dem ein dunkelhaariger Mann mit Sonnenbrille ein Möbelhaus betritt.

Der Mann sei vor den Explosionen von Überwachungskameras im niederländischen Eindhoven sowie im belgischen Gent gefilmt worden, teilte Europol in Den Haag mit. Zudem hätten Zeugen den mutmaßlichen Täter weglaufen sehen.

fw/DPA DPA

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