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Inzest-Fall Amstetten: "Ich wurde von Herrn Fritzl vergewaltigt"

Immer mehr Vorwürfe gegen den Inzest-Vater Josef Fritzl gelangen an die Öffentlichkeit: Vergewaltigung, Brandstiftung und Versicherungsbetrug sind darunter. Ob der Inzest-Vater auch in einen ungelösten Mordfall verwickelt war, wird von der Justiz nun ebenfalls überprüft.

Von Malte Arnsperger, Rainer Nübel und Katharina Schönwitz

Schon seit Tagen geisterte das Gerücht durch die Medien, dass sich Josef Fritzl schon in den 60er und 70er Jahren wegen Sexualdelikten vor Gericht zu verantworten hatte. Ein Fall aus dem Jahr 1967 scheint sich jetzt zu konkretisieren. Ein angebliches Vergewaltigungsopfer äußerte sich gegenüber den "Oberösterreichischen Nachrichten", der Linzer Lokalzeitung. Josef Fritzl habe sie in ihrer Wohnung in Linz missbraucht. "Als ich sein Bild im Fernsehen gesehen habe, wusste ich: Ja, das ist er. Diese Augen. Daran habe ich ihn wiedererkannt."

Die Vergewaltigung soll sich folgendermaßen zugetragen haben. Frau M., frisch verheiratet und junge Mutter, hatte sich schon hingelegt. Ihr Mann hatte Nachtschicht bei der Österreichischen Bundesbahn. Mitten in der Nacht sei sie davon geweckt worden, dass ihr die Bettdecke weggezogen, wurde. "Ich dachte zuerst, mein Mann sei zurückgekommen", sagte Frau M. Für sie steht fest, dass ihr Vergewaltiger und der Inzest-Vater dieselbe Person ist. "Er drückte mir das Messer an die Kehle und sagte: ‚Wenn du schreist, dann bringe ich dich um’. Dann hat er mich vergewaltigt." Da die Familie im Hochparterre wohnte, sei es für Fritzl ein Leichtes gewesen, durch ein gekipptes Fenster in die Wohnung einzudringen.

Gegenüber den "Oberösterreichischen Nachrichten" erzählt die Frau weiter, dass ihr Josef Fritzl schon vor ihrer Vergewaltigung aufgefallen sei. "Er war ein Voyeur. Er ist mit dem Fahrrad durch die Gegend gefahren und hat alles beobachtet." Im Nachhinein erfuhr die Frau, dass ihr Vergewaltiger zu dieser Zeit vier kleine Kinder gehabt habe. "Darunter muss die junge Frau gewesen sein, die so lange eingesperrt war." Für sie sei es ein Wahnsinn, dass da nicht weiter nachgeschaut wurde. Egal, ob die Tat vom Gesetz her nun verjährt war oder nicht.

Bis 1969 bei einem Stahlunternehmen

Nach Informationen der österreichischen Zeitung "Die Presse" hielt sich Josef Fritzl im fraglichen Zeitraum tatsächlich in Linz auf. Demnach arbeitete er bis 1969 bei dem Stahl-Unternehmen Voestalpine. Laut "Oberösterreichischen Nachrichten" wurde Josef Fritzl wegen der Vergewaltigung zu einer 18-monatigen Gefängnisstrafe verurteilt.

Bei der Staatsanwaltschaft und dem Landgericht in Linz wollte man sich dazu nicht äußern. Allerdings bestätigte das Landgericht stern.de, dass die Akte des Linzer Vergewaltigungsfalls bereits von der Staatsanwaltschaft St. Pölten angefordert wurde. Diese Behörde ist für die Ermittlungen im Fall des Amstettener Inzest-Dramas zuständig. "Wir werden eventuelle Vorverurteilungen genau prüfen", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten, Gerald Sedlacek stern.de. Allerdings würde eine Verurteilung aus den 60er Jahren für eine Gerichtsverhandlung gegen Fritzl im Inzest-Fall keine Rolle spielen. Denn selbst, wenn Fritzl tatsächlich verurteilt wurde, sei die Tat inzwischen getilgt und gesühnt.

Polizei prüft alte Fälle

Der Leiter des ermittelnden Landeskriminalabteilung (LKA) Franz Polzer erklärte im Österreichischen Fernsehen lediglich, dass es "möglich sein kann, dass Fritzl vor vielen Jahren aktenkundig war. Wenn, dann muss das aber sehr lange zurück liegen."

Doch nicht nur mit der Vergewaltigung in Linz wird mit Josef Fritzl in Verbindung gebracht. Die Polizei prüft, ob er etwas mit einem ungeklärten Mord zu tun hat. Und: Auch ein Brandstifter soll Josef Fritzl sein.

Brand in Pension

Rückblende: Wenige Jahre nach der Vergewaltigung erwarb Josef Fritzl im Jahr 1973 einen Bauernhof am Mondsee in der Nähe von Salzburg. Offiziell trat seine Frau R. als Käuferin auf. Doch in der "Alpenpension Fritzl" seien die Gäste größtenteils ausgeblieben sein, das Geschäft lief schlecht, berichten Ortsbewohner stern.de. Nur ein Jahr nach dem Kauf brannte das Gebäude am helllichten Tag. Da ein Polizist das Feuer zufällig bemerkte, konnte er aber schnell gelöscht werden. Die Polizei ging von Brandstiftung aus, Josef Fritzl geriet ins Visier der Ermittler, erfuhr stern.de. Als Motiv wurde Versicherungsbetrug vermutet. Doch das Verfahren wurde eingestellt, Fritzl nicht belangt.

Erneuter Verdacht als Brandstifter

Die Fritzls betrieben den Gasthof weiter, sogar Teile eines nahegelegenen Campingplatzes pachteten sie. Dann, 1982, wieder ein Feuer, diesmal nachts. Der hintere Teil des Gasthofes brannte nach Ermittlerangaben lichterloh. Am Brandherd fand die Polizei eine Gasflasche. Wieder wurde Josef Fritzl als Brandstifter verdächtigt, wieder wurde gegen ihn ermittelt, erneut war das mögliche Motiv Versicherungsbetrug. Doch das Bezirksgericht Wels stellte das Verfahren gegen Fritzl wegen Mangels an Beweisen ein.

Der Brand schien neue Energie in dem Ehepaar Fritzl zu wecken, sie bauten den ehemaligen Bauernhof zu einer größeren Frühstückspension aus. Um die Bewirtung kümmerte sich aber in erster Linie R. F. Ihr Ehemann Josef selber war nur sporadisch vor Ort, berichten Bewohner des Ortes. Den seltenen Gast beschreiben sie als "sehr streng, stur und unnahbar". 1996 verkauften die Fritzls den Gasthof, man hörte am See nie wieder von ihnen.

Zehn Jahre vor dem Abschied der Fritzls hatte ein Mord an einem 17-jährigen Mädchen die Gegend erschüttert. Am 12. November 1986 verschwand Martina Posch spurlos. Zehn Tage später fanden Taucher ihre Leiche im Mondsee, die Fundstelle lag am gegenüberliegenden Ufer der "Alpenpension Fritzl". Nach Angaben der Ermittler weist vieles auf ein Sexualverbrechen hin. Trotz intensiver Suche nach dem Mörder wurde der Täter nicht gefunden.

Die Fritzl-Pension lag zwar nicht weit entfernt, aber Josef Fritzl wurde damals nicht verdächtigt. Doch nun prüft die Polizei, ob er womöglich mit der Tat in Verbindung stehen könnte, bestätigte Alois Lißl, der Polizeichef von Oberösterreich, stern.de. "Es gibt räumliche und zeitliche Zusammenhänge zu Herrn Fritzl. Nun muss überprüft werden, ob er für diesen Tag ein Alibi hat", sagte Lißl. Allerdings schränkt der Polizeichef ein. "Es ist unwahrscheinlich, dass Fritzl als Täter in Frage kommt." DNA-Spuren gibt es nach Angaben der Polzei keine. Deswegen müsse man abwarten, ob Fritzl ein Alibi für den Tag habe.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.

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Rainer Nübel Katharina Schönwitz und Malte Arnsperger