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Inzestfall in Mittelfranken: Rentner soll Tochter drei Mal geschwängert haben

Ein Mann aus Willmersbach in Mittelfranken soll seine Tochter 34 Jahre lang missbraucht und mit ihr drei Söhne gezeugt haben. Nun wird er vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth wegen Vergewaltigung in 497 Fällen angeklagt.

Ein Dorf, in dem es sich zu leben lohnt" - so beschreibt sich das kleine Willmersbach in Mittelfranken auf seiner Internetseite. Gut 130 Häuser stehen in dem Ort. In einem dieser Häuser hat sich nach Auffassung der Staatsanwaltschaft aber etwas zugetragen, was so gar nicht in das Bild des lebenswerten Dorfes passt. 34 Jahre lang soll ein Mann dort seine Tochter regelmäßig vergewaltigt haben. Drei Söhne sollen aus diesem Inzestfall hervor gegangen sein. Und weil in Willmersbach viele schon lange etwas ahnten, wird es in dem Prozess zumindest am Rande auch um die Frage gehen, warum weggesehen wurde.

Die Anklage gegen den 69 Jahre alten Adolf B. vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth lautet auf Vergewaltigung in 497 Fällen. B. ist nur wegen der bis zum Jahr 1991 zurückreichenden, noch nicht verjährten Vergewaltigungsvorwürfe angeklagt. Damit werden nur die Fälle berücksichtigt, die ab dem 26. Geburtstag der heute 46-jährigen Frau geschahen. Doch ihr Martyrium soll schon ab ihrem zwölften Lebensjahr begonnen haben.

Knapp 500 Fälle in zwanzig Jahren bedeutet, dass der Rentner seine als Nebenklägerin auftretende Tochter etwa jede zweite Woche vergewaltigt hat. Drei Mal soll er seine Tochter geschwängert haben. Zwei der Söhne starben, ein Sohn lebt und ist behindert. Außerdem hat die Frau noch ein weiteres Kind, das von ihrem Onkel sein soll. Der Vater der 46-Jährigen bestreitet den körperlichen Kontakt nicht. In allen Befragungen durch die Polizei sprach er aber von einvernehmlichem Geschlechtsverkehr.

Ungeklärt: Wusste die Ehefrau vom Missbrauch?

Die Staatsanwaltschaft sieht die Dinge anders. Nach ihrer Auffassung schaffte es die im Haushalt der Eltern lebende Tochter nicht, sich dem autoritären Vater zu entziehen. Die Familie bewegt sich laut Gericht auf einem niedrigen Bildungsniveau, offenbar fehlten der Frau die Ideen, aus ihrer Lage zu entkommen. Der Vater sperrte seine Tochter zwar nicht wie in dem weltweit bekannt gewordenen österreichischen Fall des Josef F. ein. Er soll sie aber stets kontrolliert, bei Autofahrten und beim Einkaufen begleitet und außerdem keinen Kontakt zu anderen Menschen geduldet haben.

Die Vergewaltigungen geschahen zunächst im Elternhaus. Später soll er seine Tochter dann gezwungen haben, mit ihm in ihrem Auto in die Wälder um Willmersbach zu fahren, wo er sie dann auf dem Rücksitz des Wagens vergewaltigt haben soll. Im Ort wussten die Menschen angeblich von diesen Fahrten in den Wald. Unter den 24 geladenen Zeugen sind Willmersbacher, die dazu befragt werden sollen. Auch soll der Vater dabei gesehen worden sein, wie er sich an seiner Tochter vergangen hat. In dem Dorf gab es zudem seit langem Tratsch darüber, dass in der Familie nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Doch warum nie jemand nachfragte oder die Behörden einschaltete, ist bis heute ebenso ungeklärt wie die Frage, ob die Ehefrau und Mutter nicht auch etwas gewusst hat.

Urteil kurz vor Weihnachten erwartet

Aufmerksam wurden die Ermittler auf den Fall daher zu Beginn des Jahres nur durch einen Zufall. Die Tochter war selbst straffällig geworden. Sie hatte versucht, Ärzte zu erpressen, weil sie ihnen die Verantwortung für die Behinderung ihres Sohnes gab. Die Erpressung flog auf, die Frau erhielt eine Bewährungsstrafe. Zu ihrer Bewährungshelferin fasste sie schließlich so viel Vertrauen, dass sie nach 34 Jahren die Mauer des Schweigens durchbrach. Bereits kurz nach den Berichten wurde der Vater festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Die Aussage der Frau sei angesichts des Leugnens des Vaters das "zentrale Beweismittel" in dem Prozess, sagt ein Gerichtssprecher. Wenn das Gericht ihr glaubt, wird der Vater verurteilt, eine lange Haftstrafe ist dann wahrscheinlich. Wenige Tage vor Weihnachten soll das Urteil fallen. Im kleinen Willmersbach werden sie womöglich froh sein, wenn dann wieder Ruhe in den Ort einkehrt.

Ralf Isermann, AFP / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.