VG-Wort Pixel

Inzestprozess in Memmingen Richter schicken Familienvater für sieben Jahre ins Gefängnis


Der bayerische Familienvater, der seine beiden Töchter jahrelang missbraucht hat, muss für mehr als sieben Jahre hinter Gitter. Das entschied das Landgericht Memmingen

Urteil im Inzest-Prozess: Das Landgericht Memmingen hat einen 46 Jahre alten Familienvater am Donnerstag zu sieben Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Der Mann hatte sich an zwei seiner insgesamt vier Töchter jahrelang vergangen. Mit der älteren der jungen Frauen hat er zwei Kinder. Das Gericht verurteilte ihn deshalb wegen des Beischlafs zwischen Verwandten in 161 Fällen und wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen in 54 Fällen.

Mit dem Strafmaß schloss sich das Gericht weitgehend den Forderungen der Verteidigung an. Diese hatte eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren gefordert, die Staatsanwaltschaft ein Jahr mehr.

"Was er gesagt hat, ist in der Familie Gesetz gewesen", sagte die Vorsitzende Richterin Brigitte Grenzstein in der Urteilsbegründung. Die Mutter der heute 21 und 24 Jahre alten Opfer sei vom Angeklagten abhängig gewesen. "Sie hat alles getan, was ihr Mann gesagt hat. Sie konnte ihren Töchtern nicht helfen", betonte die Richterin.

Zuvor hatte der Mann gestanden, sich auch an seiner jüngeren Tochter vergangen zu haben. "Es tut mir sehr leid", sagte der 46-Jährige. Die Übergriffe auf seine ältere Tochter hatte er zu Beginn des Prozesses bereits gestanden, zum Sex mit der heute 21-Jährigen jedoch zunächst geschwiegen. Die Vorsitzende Richterin Brigitte Grenzstein hatte die Taten des Vaters nach seinem Geständnis als "einfach widerlich" bezeichnet.

kng/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker