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Islamische Dschihad Union: Haftbefehl gegen mutmaßliches Terror-Trio erlassen

Zwei mutmaßliche Terrorhelfer der Islamischen Dschihad Union (IJU) sitzen seit dem Wochenende in Untersuchungshaft.

Zwei mutmaßliche Terrorhelfer der Islamischen Dschihad Union (IJU) sitzen seit dem Wochenende in Untersuchungshaft. Auch gegen einen dritten Verdächtigen wurde Haftbefehl erlassen, der aber gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde, wie die Bundesanwaltschaft am Montag in Karlsruhe mitteilte. Bei dem Trio - dem 20-jährigen Alican T., der 28 Jahre alten Filiz G sowie dem momentan nicht inhaftierten 31-jährigen Fatih K. - handelt es sich um deutsche Staatsangehörige, die für die Terrorgruppe Geld beschafft haben sollen.

Den zwei Männern und der Frau, die nach einer Durchsuchungsaktion am Samstag in Berlin und Ulm festgenommen worden waren, wird Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung zur Last gelegt. Die IJU, zu der auch die Mitglieder der in Düsseldorf vor Gericht stehenden Mitglieder der Sauerland-Gruppe gehörten, habe zunächst regionale Ziele in Usbekistan verfolgt, erklärte die Bundesanwaltschaft.

Sie habe ihren Wirkungskreis inzwischen jedoch im Sinne des globalen "Dschihad" ausgeweitet - unter anderem nach Europa, erklärte die Behörde. Sie unterhalte Kontakte zum Terrornetzwerk Al Kaida und sei maßgeblich von deren Ideologie beeinflusst.

Alican T. und Filiz G. sollen seit dem 27. Oktober 2009 Bargeld in Höhe von 1.650 Euro und 800 Euro beschafft haben. Die Frau habe das Geld der Organisation über einen Mittelsmann in der Türkei zukommen lassen. Fatih K. soll der terroristischen Vereinigung am 24. November und am 11. Dezember vergangenen Jahres 330 Euro und 1.080 Euro per Überweisung an einen Mittelsmann in der Türkei zur Verfügung gestellt haben.

APN / APN