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IS-Anhängerin: Junge Wienerin Samra K. flüchtete aus IS-Hochburg - ist sie nun tot?

Als Samra K. nach Syrien ausreist, ist sie gerade einmal 16 Jahre alt. Sie will sich dem IS anschließen, vor Ort kämpfen. Nun soll die Wienerin ihren Wunsch nach einem vermeintlich besseren Leben mit dem Tod bezahlt haben. 

Undatierte Aufnahme der Wienerin Samra K.

Samra K. auf einer undatierten Aufnahme von Interpol. Die junge Wienerien soll in Syrien vom IS getötet worden sein

"Sucht nicht nach uns. Wir dienen Allah und werden für ihn sterben", sollen Samra K. und Sabina S., zwei junge Wienerinnen bosnischer Herkunft, im April vergangenen Jahres in sozialen Netzwerken gepostet haben, bevor sie in Richtung Syrien aufbrachen. Der Plan der damals gerade einmal 16 und 15 Jahre alten Mädchen: Sie wollen sich dem Islamischen Staat anschließen, selbst vor Ort kämpfen, heiraten. 

Nun häufen sich Meldungen, wonach die beiden Österreicherinnen ihren Wunsch nach einem vermeintlich besseren Leben mit dem Tod bezahlten. Nachdem UN-Experten bereits Anfang 2015 erklärt hatten, Sabina S. sei bei Gefechten getötet worden, soll auch Samra K. nicht mehr leben. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, soll die inzwischen 18-Jährige auf der Flucht aus der IS-Hochburg Rakka mit einem Hammer erschlagen worden sein. Dies zumindest behauptet eine namentlich nicht genannte Tunesierin, die nach eigener Auskunft einen längeren Zeitraum mit der Wienerin in einem Haus gelebt haben will. 

Samra K. sollen schon früh Zweifel geplagt haben

Weder das Außenministerium noch der Verfassungsschutz Österreichs haben K.s Tod bisher bestätigt. Aus Verfassungsschutzkreisen heißt es sogar, die Mädchen hätten sich erst kürzlich bei Freunden und Verwandten in Wien gemeldet, berichtet das Nachrichtenportal "oe24.at". Der Fall der beiden Österreicherinnen macht damit einmal mehr deutlich, wie schwer es ist, gesicherte Informationen aus vom IS kontrollierten Gebieten zu erhalten. So wurde auch der Tod des Deutschen Denis Cuspert gleich mehrfach vermeldet und später wieder dementiert. 

Auch zum Verbleib von Samra K. und Sabina S. gab es nach deren Ausreise - einige Facebook-Posts ausgenommen - kaum Informationen. Ermittler von Interpol hatten lediglich herausgefunden, dass die beiden nach Aufenthalten in Istanbul und Adana tatsächlich zu Fuß über die syrische Grenze und von dort weiter nach Rakka gelangt waren.

Während die jüngere S. in einem Exklusiv-Interview mit dem französischen Magazin "Paris Match" im Oktober 2014 erzählte, dass sie sich wohlfühlt und eine Rückkehr nach Österreich ausschließt, sollen Samra K. hingegen schnell Zweifel geplagt haben. Niemand solle nach Syrien kommen, es sei zu gefährlich, soll sie ihrer älteren Schwester bereits kurz nach ihrer Ankunft mitgeteilt haben. 

mod