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Serienmörder : Thailands Jack the Ripper wurde aus dem Knast entlassen - dann geschah ein weiterer Mord

Als Jack the Ripper von Thailand wurde der Serienmörder Somkid Pumpuang bekannt, der für fünf brutale Frauenmorde verurteilt wurde. Eigentlich sollte er lebenslang sitzen, doch er wurde vorzeitig entlassen. Sieben Monate später ist wieder eine Frau tot. 

Serienkiller Somkid Pumpuang

Der Serienkiller Somkid Pumpuang gilt als Thailands Jack the Ripper

AFP

Die 51-Jährige Rasamee Mulichand aus Thailand war bestimmt sehr glücklich. Den Mann, die sie über Facebook kennengelernt hatte, war Anfang Dezember bei ihr eingezogen. Und heiraten wolle er sie auch, erzählte sie ihrer Tochter und ihrem Nachbarn. Am 15. Dezember sei der große Tag.

Der 15. Dezember wurde zu dem Tag, an dem Rasamee Mulichand ermordet wurde.

Sie wurde mit durchsichtigem Klebeband um den Hals erwürgt, um ihre Knöchel hatte man sie mit einem Handy-Ladekabel gefesselt. Und von ihrem neuen Freund fehlte jede Spur, berichtet Polizeioberst Khajornrit Wongrat, der mit der Untersuchung des Falls betraut wurde, zu "Fox News". 

Als die Polizei sich das Facebook-Profil der Toten genauer ansah, fanden sie einige Bilder mit ihrem neuen Partner - und erkannten den Mann sehr schnell. Denn er war nicht der Anwalt, für den er sich der Familie gegenüber ausgegeben hatte. Sondern Somkid Pumpuang, der Jack the Ripper von Thailand, wie die einheimischen Zeitungen ihn genannt hatten. Ein brutaler Serienkiller. Der nun offenbar auf der Flucht war.

Jack the Ripper von Thailand

Somkid Pumpuang hatte 2005 fünf Frauen, darunter Tänzerinnen, Nachtclub-Animateurinnen und Masseurinnen, brutal erwürgt oder ertränkt und ihre Wertgegenstände gestohlen. Dafür wurde er zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. 14 Jahre saß er im Gefängnis, bis er wegen guter Führung Anfang 2019 vorzeitig entlassen wurde. 2005 war die Polizei davon ausgegangen, dass Pumpuang lediglich ein sehr brutaler Räuber gewesen sei, berichtet die "Toronto Sun". Doch schon damals sagte der Serienmörder aus, dass er Frauen hasse.

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Nach dem Mord an Mulichand bat die Polizei um Mithilfe der Bevölkerung und ließ die Öffentlichkeit wissen, dass der Mann sehr gefährlich sei. Die Beamten versprachen eine Belohnung, wenn der Flüchtige gefasst würde. Und tatsächlich meldet sich ein junge Studentenpaar, dass Pumpuang in einem Zug nach Bankok entdeckt hatte. Die Polizisten stürmten den Zug am Bahnhof Pak Chong und nahmen Pumpuang fest.

Laut seiner Aussage habe er sich mit seiner Freundin gestritten und sie dann getötet - doch die Beamten glaubten dem Geständnis nicht. Sie gehen davon aus, dass der Mord vorsätzlich geschah. Denn drei Tage vor der Tat hatte er den Motorroller des Opfers unter einem Vorwand ausgeliehen und für eine Flucht geparkt. Mit dem Roller fuhr er dann bis zum nächsten Bahnhof.

Narat Sawettanan, Generaldirektor der Abteilung für Strafvollzug, sagte auf einer Pressekonferenz, dass die Freilassung von Somkid ein Fehler gewesen sei. Außerdem rief er ein Komitee zusammen, dass die Reduzierung der Strafen bei guter Führung überprüfen soll. Noch ist keine neue Anklage gegen Thailands Jack the Ripper erhoben worden.

kg