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Angebliche Notwehr: Jäger tötet 18-jährigen Einbrecher mit Kopfschuss

Ein Hausbesitzer überrascht einen jungen Einbrecher und schießt ihm in den Kopf. Später stirbt der 18-Jährige im Krankenhaus. Die Mordkommission ermittelt.

26 Jahre nach einem Kindermord in Thüringen hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen (Symbolbild)

26 Jahre nach einem Kindermord in Thüringen hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen (Symbolbild)

In Neuenrade bei Lüdenscheid hat ein Hausbesitzer einen jungen Einbrecher erschossen. Die Mordkommission ermittelt und versucht, die Hintergründe der Tat zu klären. Bislang ist nur die Version des 63-jährigen Hausbesitzers bekannt, wonach er aus Notwehr gehandelt habe. Wie mehrere Medien berichten, sei der Mann nach eigenen Angaben gegen 2:30 Uhr in der Nacht durch Geräusche in seinem Einfamilienhaus geweckt worden. In einem Raum des Obergeschosses sei er auf den Einbrecher getroffen und habe ihm in den Kopf geschossen.

Hausbesitzer hatte "Todesangst"

Offenbar hatte sich der Hausbesitzer, der auch Jäger ist, zuvor mit einem Revolver bewaffnet. Der Mann habe nach eigenen Angaben aus Todesangst abgedrückt, weil der 18-jährige Eindringling ein Messer in der Hand gehalten habe. Die "Bild"-Zeitung zitiert einen Sprecher der Hagener Staatsanwaltschaft: "Am Tatort wurde ein so genanntes Multitool mit Klinge gefunden. Ob das spätere Opfer dieses mit ins Haus brachte, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen."

Einbrecher nicht polizeibekannt

Der Einbrecher soll über eine Leiter, die an einen Balkon angelehnt war, in das große Haus eingedrungen sein. Die Polizei sucht auch nach möglichen Komplizen. Sowohl der Hausbesitzer als auch der junge Einbrecher seien zuvor polizeilich nicht in Erscheinung getreten.

tis