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Jahrelang gefangen gehalten: Sekte droht nach Kinderbefreiung mit Weltuntergang

Kein Arzt, kein Lehrer, kaum Sonnenlicht: Jahrelang wurden 27 Kinder von einer russischen Sekte im Untergrund eingesperrt. Aus Rache für deren Befreiung will sie nun den Weltuntergang provozieren.

Auf dem kleinen Grundstück herrschten nur die Gesetze von Faisrachman Satarow. Er nennt sich selbst Prophet und in seinen Träumen spricht Allah direkt zu ihm. Seine Anhänger dürfen nur den Koran und seine Schriften lesen. Dabei hausten sie in kleinen Zellen unter der Erde. So ging es seit mehr als elf Jahren. Nun wurden die 65 Sektenmitglieder, darunter 27 Kinder, aus ihrem Untergrundgefängnis im russischen Kasan befreit.

Nur ab und an sollen die "Faisrachmanisten" das Sonnenlicht erblickt haben. Laut der örtlichen Staatsanwaltschaft durften sie sich auf dem Gelände bewegen. Hinter einem hohen Zaun ist eine Art Hof, daneben steht ein völlig verwahrlostes Gebäude. 1996 soll Faisrachman geplant haben, dort eine Medrese zu errichten, eine Koranschule. Fünf Jahre später sagte sich der selbst ernannte Prophet mit seinen Jüngern von der Welt los und ging in den Untergrund - im wahrsten Sinne des Wortes.

Sektenführer hatte jahrzehntelang Visionen

"Die Kinder sind nie zur Schule gegangen und waren kaum über der Erde", teilten die Behörden der Stadt Kasan der Zeitung "Komsomolskaja Prawda" zufolge mit. "Sie waren schmutzig, trugen Lumpen und wurden nie von Ärzten untersucht." Bis zu sieben Stockwerke tief haben die Sektenmitglieder ihr Bunkersystem in die Erde getrieben. Die Behörden fanden nur einen Kühlschrank und einen Wasserhahn im Hof. Heizungen oder Strom gab es nicht.

Auf dem von Mauern umgebenen Gelände nahe einer Bahnstrecke steht eine kleine Moschee. Die Frauen hätten ihre Kinder auf dem Gelände geboren, wird berichtet. Bis auf wenige Ausnahmen durften sie das Gelände nicht verlassen und Kontakt zur Außenwelt aufnehmen.

Satarow erklärte sich Medien zufolge Ende der 1980er-Jahre zum Propheten, erste Visionen - so wird berichtet - will er in den 60er-Jahren gehabt haben.

Kinder waren zwischen 18 Monate und 17 Jahre

Die aus den Fängen der Sekte befreiten Kinder und Jugendlichen sind nach Medienangaben zwischen 18 Monate und 17 Jahren alt. Sie wurden in diversen Kliniken untergebracht. Einige seien bereits in Waisenhäusern untergekommen, sagte der Kinderschutzbeauftragte der Regierung, Pawel Astachow.

Die Behörden in der muslimisch geprägten Teilrepublik Tatarstan ermitteln gegen den kranken und bettlägrigen Sektenchef, weil er "das Recht in die eigene Hand genommen hat". Laut der Zeitung "Kommersant" könnten auf die Eltern Anzeigen wegen der Misshandlung Schutzbefohlener zukommen. Festnahmen gab es zunächst nicht.

Sekte droht mit dem Weltuntergang

Saratows Anhänger in der Wolga-Stadt Kasan - rund 800 Kilometer östlich von Moskau - drohten der "Komsomolskaja Prawda" nach ihrer Befreiung zufolge, den Weltuntergang heraufzubeschwören, falls ihnen die Behörden nicht ihre Kinder zurückgeben. Auch gegen den angekündigten Abriss des illegal gebauten Hauses ihres "Propheten" kündigten sie Widerstand an.

Viel bekannt ist über die "Faisrachmanisten" nicht. Der Grund, warum sie sich von der Außenwelt abgeschottet hätten, sei rein weltlicher Natur: Die Gemeinschaft habe hohe Schulden gehabt, so örtliche Medien.

Sekten füllen ideologisches Vakuum

Die Behörden wollen auf den Fall aufmerksam geworden sein, als ein Spezialkommando wegen Ermittlungen in einem Mord an einem muslimischen Geistlichen das Gelände stürmte. Die russischen Behörden allerdings wussten schon länger von der Sekte. 2004 wurden einige Sektenmitglieder zu 15 Tage Haft wegen Rowdytums verurteilt.

Der Fall weckt auch in Russland Erinnerungen an ein Drama, das sich Ende 2007 nahe der russischen Stadt Pensa abspielte. Damals zogen sich etwa 30 Mitglieder einer Weltuntergangssekte, darunter auch Kinder, ebenfalls in ein unterirdisches Tunnelsystem zurück. Erst nach Monaten kamen die letzten Anhänger heraus. Experten erklären den Boom von Sekten nach dem Zerfall der Sowjetunion vor gut 20 Jahren mit der Orientierungslosigkeit vieler Menschen. Vor allem Sekten hätten dieses ideologische Vakuum gefüllt.

Bettina Sengling mit DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(