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Interview

Hans-Bernd Brosius: Kommunikationsforscher erklärt, warum Menschen Kriminalität verzerrt wahrnehmen

Die Jugendkriminalität sinkt. Und doch äußern sich nach den Bluttaten der vergangene Monate Menschen besorgt zur Entwicklung der Gewalt von Jugendlichen. Verwunderlich ist das nicht, sagt Kommunikationswissenschaftler Hans-Bernd Brosius im stern-Interview.

Kommunikationswissenschaftler Hans-Bernd Brosius und die Festnahme eines Jugendlichen (Wahrnehmung von Jugendkriminalität)

Die Fallzahlen sinken, doch die Angst vor Jugendkriminalität ist groß. Kommunikationswissenschaftler Hans-Bernd Brosius erklärt im Interview die Hintergründe

Herr Professor Brosius, die Jugendkriminalität in Deutschland sinkt - nach mehreren mutmaßlich von Jugendlichen verübten Tötungsdelikten in vergangenen Monaten macht sich dennoch unter anderem in den sozialen Netzwerken ein diffuses Gefühl der Unsicherheit breit, von einer gewalttätigen Jugend ist die Rede (Lesen Sie dazu hier im stern: "Nach Bluttaten in Berlin, Lünen und Flensburg: Wie kriminell sind Jugendliche wirklich?"). Woran liegt das?

Sobald ein Bericht über ein Ereignis erscheint, so selten es auch sein mag, neigen wir Menschen dazu, zu glauben, dass solch ein Ereignis häufiger passiert als es tatsächlich der Fall ist. Wir gehen davon aus, dass Journalismus und Medien uns die Realität beschreiben - das tun sie allerdings nicht. In Wirklichkeit wird ja gerade nur dann über ein Ereignis berichtet, wenn es selten geschieht. Würde jeden Tag eine Tat wie jüngst in Berlin (der gewaltsame Tod einer 14-Jährigen, d. Red.) geschehen, würden wahrscheinlich nur noch lokale Medien berichten.

Wir haben es mit einem Zusammspiel zwischen der Wahrnehmung der Medienberichte und den Selektionskriterien des Journalismus zu tun - das führt zu einer Entwicklung, die heißt: Je weniger Verbrechen es gibt, desto mehr berichtet der Journalismus über einzelne Fälle, desto mehr glauben Menschen, dass Verbrechen häufiger geschehen.

Hängt das auch mit der ständigen Verfügbarkeit von Nachrichten durch das Internet und Smartphones zusammen?

Ich glaube, das war grundsätzlich schon immer so, es wird aber heutzutage verstäkt durch soziale Medien. Sie nehmen quasi eine Lautsprecherfunktion ein: Wenn klassische Medien einen Fall aufgreifen, wird er in den sozialen Medien diskutiert, und dann geht er zurück in die klassischen Medien, die darüber berichten, wie die sozialen Medien reagiert haben. Eigentlich sind wir beide gerade ein Teil dieses Zusammenwirkens.

Aber ist es nicht trotzdem so, dass Fälle von Jugendkriminalität, die früher vielleicht in der regionalen Tageszeitung erwähnt wurden, durch das Internet eine viel größere, auch bundesweite Beachtung bekommen?

Das ist eine Entwicklung, die es gibt, seit die Nachrichtenweiterleitung beschleunigt wird. Bilder und Texte können inzwischen jedoch zeitgleich an fast jedem Ort der Welt sein, daher spielt die Entfernung des Ereignisses jetzt eigentlich keine Rolle mehr. Der Einzelfall muss nur außergewöhnlich genug sein, damit er berichtenswert ist und bei Facebook, Twitter und Co. das Interesse auf sich zieht.

Es gibt also eine Gier nach besonders spektakulären Taten?

Da sind wir alle Menschen. Wenn wir mit etwas furchtbar Schrecklichem konfrontiert sind, dann haben wir auf der einen Seiten einen Fluchtinstinkt, auf der anderen Seite aber auch den Drang, hinzugucken. Denken Sie an Gaffer bei Unfällen auf Autobahnen. Auf irgendeine Weise sind wir magisch angezogen von krasser Gewalt und krassen Bildern. Leser, Zuschauer und Journalisten fördern dieses Phänomen gleichermaßen.

Und bestimmte Interessengruppen instrumentieren solch spektakuläre Ereignisse für ihre Zwecke ...

Das ist in dieser Ausprägung relativ neu und das hat natürlich mit den sozialen Netzwerken zu tun. Dort kann jeder einen x-beliebigen Artikel teilen, seine Meinung dazu kundtun und dass kann in den jeweiligen Zirkeln relativ schnell einen großen Zuspruch auslösen - das wiederum bringt dann wieder die klassischen Medien auf den Plan und so schaukelt sich, wie schon erklärt, ein schnell Thema hoch - und ist bis auf wenige Ausnahmen genauso schnell wieder verschwunden.

Führt diese Geschwindigkeit nicht auch dazu, dass es eine immer größere Berichterstattung und eine immer drastischere Darstellung von Verbrechen - auch von Jugendkriminalität - in den Medien gibt?

Die viel häufigeren, kleineren Verbrechen wie Diebstahl oder Sachbeschädigung finden in den Medien kaum noch statt, das haben wir untersucht. Über schwere, seltene Taten wie Morde wird dagegen viel intensiver als früher berichtet. Salopp gesagt nehmen sich Redaktionen das Schlimmste, was sie bekommen können.

Und erzeugen so Verunsicherung ...

Ja, wir wissen aus Befragungen, dass sich in der Bevölkerung eher eine ängstliche Einstellung gegenüber den Mitmenschen und der Umwelt durchsetzt. Die Angst vor Verbrechen ist größer als die tatsächliche Gefahr. Nehmen Sie als Beispiel Morde an Kindern, die glücklicherweise selten passieren. Nach solchen Fällen erreichen wir fast immer eine Stufe der Besorgnis, dass Kinder häufiger Opfer von Verbrechen werden. In Wirklichkeit geschehen solche Taten nicht häufiger als in der Vergangenheit. Uns fehlen als Korrektiv eigene Erfahrungen, weil wir Verbrechen glücklicherweise fast nur aus den Medien kennen.

Pegida-Initiator Lutz Bachmann
Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?