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Kachelmann vor Gericht: Verteidigung fordert Freispruch und Entschädigung

Aus Rache und Hass soll Jörg Kachelmanns Ex-Freundin den Wettermoderator der Vergewaltigung beschuldigt haben. So sieht es jedenfalls die Verteidigung - und beantragt Freispruch. Kachelmann verzichtet auf eine letzte Stellungnahme.

Im Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung hat die Verteidigung einen Freispruch für den Angeklagten gefordert. Dessen Ex-Freundin habe mit ihren Anschuldigungen "nachweislich gelogen", sagte Pflichtverteidigerin Andrea Combé am Dienstag in ihrem mehr als dreistündigen Plädoyer vor dem Landgericht Mannheim. Motiv für die Anzeige der 38-Jährigen seien "Rache und Hass".

Anwalt Johann Schwenn forderte auch, Kachelmann solle für die viermonatige Untersuchungshaft sowie Durchsuchungen und Beschlagnahmen entschädigt werden. Erneut kritisierte der Anwalt die Berichterstattung in den Medien. "Was immer an Intimem aktenkundig war, es fand sich alsbald in "Bunte", "Focus" und "Bild" wieder." Die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft schienen wie aus den Medien abgeschrieben zu sein.

Die Radiomoderatorin wirft dem 52-Jährigen vor, er habe sie nach einem Beziehungsstreit mit einem Messer bedroht und vergewaltigt. Kachelmann bestreitet dies. Mehrere Gutachter konnten in dem mehr als achtmonatigen Verfahren keine klare Einschätzung zum Wahrheitsgehalt der Vorwürfe abgeben. Die Staatsanwaltschaft hält den Schweizer für schuldig. Sie forderte in der vergangenen Woche in ihrem Plädoyer eine Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten wegen besonders schwerer Vergewaltigung.

Verteidigerin Combé wies dies mit dem Argument zurück, dass "keine der Spuren" die Aussagen der Nebenklägerin stützten. Sie bezog sich dabei auf DNA-Spuren an einem Messer sowie Blut- und Spermaspuren, die auf Bettlaken und einem Handtuch gefunden worden waren.

An dem Messer mit geriffelter Klinge hätten sich wesentlich mehr DNA-Spuren der Frau finden müssen, wenn Kachelmann ihr es über längere Zeit fest an den Hals gedrückt hätte, wie von dieser ausgesagt, sagte Combé. Selbst wenn die Version der Staatsanwaltschaft zutreffe, wonach Kachelmann das Messer abgewischt haben soll, hätten sich Gutachtern zufolge immer noch ausreichend Hautpartikel des Opfers finden müssen, führte die Verteidigerin aus.

Sie verwies zudem auf aussagepsychologische Gutachten, wonach die Nebenklägerin nur äußerst mangelhafte Angaben zum angeblichen Tatgeschehen gemacht habe. Die Annahme, sie sage die Unwahrheit, hätten die Gutachter deshalb nicht verwerfen können. Es sei jedoch "intelligent, wenn man sich bei einer erlogenen Aussage ans Nebulöse hält", sagte Combé.

Nach ihrer Auffassung hatte die Nebenklägerin, die mit dem Fernsehmoderator elf Jahre lang liiert war, Kachelmann nach langem Zaudern an jenem Abend mit Informationen konfrontiert, wonach dieser ein Verhältnis mit einer anderen Frau hatte. Die heute 38-Jährige habe aber auf eine Aussprache gehofft und Angst gehabt, Kachelmann zu verlieren. Sie habe niemals erwartet, dass Kachelmann gleich mehrere Parallelbeziehungen einräumen würde und auf die Vorwürfe hin "ohne Widerrede aufsteht und geht".

Bei ihrer Anzeige gegen Kachelmann ließ sich die Nebenklägerin dann laut Combé von dem Gedanken leiten: "Wenn du mich vernichtest, dann vernichte ich dich auch." Deshalb habe sie Kachelmann bewusst und zu Unrecht beschuldigt. Die Frau habe nachweislich gelogen und sei in der Lage, komplexe Lügen zu erfinden und glaubhaft wiederzugeben. Für das Rachemotiv spreche auch, dass sie ihre Reaktion auf die Eingeständnisse Kachelmanns bei der Psychologin mit den Worten beschrieben habe: "Ich bin gestorben".

Kachelmanns Anwalt Johann Schwenn übte in seinem Plädoyer über weite Strecken hinweg scharfe Kritik an Teilen der Medien und der Staatsanwaltschaft, die seinen Mandanten "niedermachen" wollten. Kachelmanns früherer Lebenswandel solle ihm das Genick brechen. Das Urteil soll am Dienstag kommender Woche verkündet werden.

ste/AFP/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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