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KaDeWe-Überfall in Berlin: Räuber sind mit Schmuck und Uhren auf der Flucht

Unbekannte haben am Vormittag das Kaufhaus des Westens in Berlin überfallen. Laut Zeugenaussagen waren es vier bewaffnete Menschen, die mit Reizgas um sich sprühten und Schmuck und Uhren raubten.

Nach dem Überfall auf das Berliner Kaufhaus des Westens (KaDeWe) am Samstagvormittag sind weitere Details der Tat bekannt geworden: Die maskierten Täter waren bewaffnet, "sie griffen einen Sicherheitsmann mit Reizgas an und zerschlugen mehrere Vitrinen", sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei dem stern. "Es waren wohl vier; das ist das, was Zeugen uns berichtet haben." Danach seien die Räuber mit Schmuck und Uhren als Beute in einem dunklen Auto geflohen, so die Polizei. Anders, als zunächst von vielen Medien gemeldet, seien aber keine Schüsse gefallen.

Durch das Reizgas, das sich im Gebäude verbreitete, wurden mehrere Menschen verletzt. Laut Feuerwehr wurden elf Menschen, darunter ein Kind, vom Rettungsdienst versorgt. Eine Frau erlitt durch das Gas offenbar einen Asthmaanfall, so die Polizeisprecherin.

Die Räuber zerschlugen den Angaben zufolge mehrere Vitrinen. Der Berliner "Tagesspiegel" berichtete, Ziel der Täter sei die Verkaufsfläche eines Juweliers gewesen.

Das KaDeWe wurde nach dem Überfall evakuiert und vorübergehend geschlossen. Zahlreiche Verkäufer, Kunden und Passanten standen danach davor.

Die Täter waren über einen Seiteneingang in das Luxuskaufhaus gelangt, das an Wochenenden und speziell kurz vor Weihnachten besonders gut besucht ist. Zum Überfall kam es laut Polizei gegen 10.20 Uhr.

Das Kaufhaus des Westens wurde 1907 eröffnet und gehört heute zur Karstadt-Gruppe. Laut Eigenbeschreibung ist es das größte Warenhaus auf dem europäischen Kontinent. Wegen seines großen Angebots an Luxuswaren ist das KaDeWe auch im Ausland bekannt.

jen/DPA/AFP / DPA