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Trotz Ausgangssperren Corona-Party nimmt schlechtes Ende – sechs Menschen werden angeschossen

In Kalifornien sucht die Polizei vier Männer, die bei einer Corona-Party eine Schießerei veranstaltet haben könnten (Symbolbild)
In Kalifornien sucht die Polizei vier Männer, die bei einer Corona-Party eine Schießerei veranstaltet haben könnten (Symbolbild)
© Mark Ralston / AFP
Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, gelten auch in Kalifornien strenge Ausgangssperren. Dennoch fand in Bakersfield eine große Party statt – mit einem schlechten Ende. 

Seit dem 19. März gelten in Kalifornien strenge Ausgangssperren. Doch es halten sich längst nicht alle Bürger des bevölkerungsreichsten US-Bundesstaats daran. Am Samstag fand etwa in der Stadt Bakersfield eine sogenannte Corona-Party statt. Doch die Veranstalter und die Gäste dürften es inzwischen bereut haben, die Ausgangsbeschränkungen gebrochen zu haben.

Aus bislang unbekannten Gründen kam es zu einer Schießerei, teilte die Polizei in einer Mitteilung mit. Kurz nach Mitternacht hätten mehrere Schüsse die Ordnungshüter alarmiert. Als die Beamten eintrafen, mussten sie feststellen, dass vor der Schießerei in dem Apartmentkomplex eine große Party stattgefunden hatte. "Leider nahm sie ein schlechten Ende", sagte Kern County Sheriff's Lt. Cesa Ollague laut dem US-Sender ABC.

Polizei fahndet nach vier Männern 

Sechs Menschen wurden dabei angeschossen. Die Opfer, darunter ein Jugendlicher und fünf Erwachsene, wurden ins örtliche Krankenhaus gebracht. Ihre Verletzungen seien nicht lebensgefährlich, so die Polizei.

Die Ermittler fanden am Tatort 94 Patronenhülsen. Die Zeugen berichteten, dass vier Männer in einem weißen Auto nach den Schüssen weggefahren seien. Die Polizei versucht nun zu ermitteln, ob sie auch an der Party teilgenommen haben oder zufällig vorbeigefahren sind. "Zu diesem Zeitpunkt wurde noch niemand festgenommen, die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen", teilte das Büro des Sheriffs mit. 

In Kalifornien gibt es nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bislang mehr als 21.000 bestätigte Corona-Infektionen. 590 Menschen sind gestorben. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, verlängerte Gouverneur Gavin Newsom die Ausgangsbeschränkungen bis zum 15. Mai. Die Bürger dürfen das Haus nur verlassen, um Medikamente und Lebensmittel einzukaufen, sich um Familienmitglieder zu kümmern oder im Freien Sport zu treiben.

ivi

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