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Belohnung ausgesetzt Sechs Gewaltverbrecher fliehen mit verknoteten Bettlaken aus Gefängnis in Kalifornien

Die sechs flüchtigen Männer sind zwischen 19 und 22 Jahre alt und zum Großteil wegen gewalttätiger Verbrechen angeklagt
Die sechs flüchtigen Männer sind zwischen 19 und 22 Jahre alt und zum Großteil wegen gewalttätiger Verbrechen angeklagt
© Merced County Sheriff's Office
In den USA sind sechs junge Männer zusammen aus einem Gefängnis geflohen. Dabei half ihnen ein improvisiertes Seil aus zusammengeknoteten Bettlaken. Mehrere von ihnen sind wegen Mordes oder versuchten Mordes angeklagt.

Im US-Bundesstaat Kalifornien sind sechs Insassen gemeinsam aus einem Gefängnis geflohen. Die jungen Männer zwischen 19 und 22 Jahren waren US-Medienberichten zufolge zusammen mit drei weiteren in einer Gemeinschaftszelle untergebracht. Von dort aus seien sie in der Nacht zum Sonntag auf noch ungeklärte Weise auf das Dach der Justizvollzugsanstalt gelangt. Mit einem improvisierten Seil aus verknoteten Bettlaken hätten sie sich dann rund sechs Meter in eine dunkle Gasse abgeseilt und seien verschwunden. Die zuständige Polizei hat eine Tipp-Hotline eingerichtet. 5000 Dollar pro Straftäter winken als Belohnung für Hinweise, die zu dessen Ergreifung führen.

Die sechs Männer, denen unter anderem vorgeworfen wird, Teil einer kriminellen Straßengang zu sein, seien "bewaffnet und gefährlich". Man solle sie auf keinen Fall konfrontieren, wenn man sie sehe, sondern sofort den Notruf wählen. Mehrere von ihnen sind wegen gewalttätiger Verbrechen angeklagt. Einer von ihnen wartet auf seinen Prozess wegen Mordes, zwei sind wegen versuchten Mordes angeklagt, fast alle wegen illegalen Waffenbesitzes und zwei haben gegen ihre Bewährungsauflagen verstoßen.

Großangelegte Fahndung nach den Flüchtigen 

Rund 30 Ermittler suchten in dem Bezirk und der umliegenden Region nach den flüchtigen Verbrechern, sagte der zuständige Sheriff Vern Warnke gegenüber der "New York Times". Zudem sei man besonders an den Grenzen des Staates Kalifornien in Alarmbereitschaft und auf der Suche nach den Männern. Man habe zwar Hinweise, wohin die Insassen geflüchtet sein könnten. Allerdings bezweifle der Sheriff, dass sie noch als Gruppe unterwegs seien.

Die Flüchtigen haben auch einen deutlichen Vorsprung vor den Gesetzeshütern. Sie waren zuletzt um kurz vor Mitternacht auf Überwachungsvideos in dem Gefängnis gesehen worden. Ihre Flucht bemerkten die Beamten allerdings erst am Sonntagmorgen. Sherrif Warnke sei "nicht glücklich" über diese zeitliche Abfolge und man werde untersuchen, ob jemand in dem Gefängnis dafür zur Verantwortung gezogen werden müsse. Allerdings gab er auch zu Bedenken, dass die Gefängniswachen zwar nachts die Gänge patrouillierten, es ihnen aber gesetzlich verboten sei, den Schlaf der Insassen zu unterbrechen. Zudem handle es sich um ein "veraltetes" Gefängnis, das "nicht für diese Art von Verbrechern" konzipiert gewesen sei.

Quellen: Merced County Sheriff's Office"New York Times" / NBC News / CBS News

fin

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