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Messerattacke in Kalifornien: Sterbende Teenagerin führt die Polizei mit letzten Worten zu ihren Mördern

Nach einer brutalen Messerattacke ist eine junge Frau dem Tode nahe. Doch bevor sie stirbt, kann sie noch mit der Polizei sprechen - und führt die Beamten zu ihren Angreifern.

An dieser Straße in Kalifornien wurde die junge Frau gefunden

An dieser Straße in Kalifornien wurde die junge Frau (großes Porträtfoto) gefunden. Ihre beiden mutmaßlichen Mörder (kleinere Bilder) wurden wenig später festgenommen.

Eine mit einem Messer attackierte 19-Jährige hat die Polizei mit ihren letzten Worten auf die Spur ihrer Mörder gebracht. Das berichtet die Polizei von Alameda County im US-Bundesstaat Kalifornien. Die junge Frau wurde den Angaben zufolge am Montagmorgen um 2 Uhr auf einer abgelegenen Landstraße von vier Berufskraftfahrern entdeckt. Blutüberströmt habe sie auf der Straße gelegen, schwer verletzt von mehreren Messerstichen.

Kurz darauf flog sie ein Hubschrauber in ein nahegelegenes Krankenhaus, wo sie rund zwei Stunden später verstarb. Doch in diesem Zeitraum konnte sie den Ermittlern noch "relevante Informationen über ihre Angreifer" geben. Noch am selben Tag nahm die Polizei zwei Verdächtige fest. Einen 19-Jährigen und eine 25-Jährige, den Beamten zufolge ein Liebespaar, das nicht weit des Tatorts wohnt.

Was genau die sterbende 19-Jährige den Polizisten noch mitteilen konnte, in welchem Verhältnis sie zu ihren Angreifern stand oder was die Motive für die Tat sein könnten, dazu haben sich die Beamten bislang noch nicht geäußert. "In diesem Fall ging alles sehr schnell. Zwischen der Entdeckung der verletzten Frau und der Festnahme der Tatverdächtigen lagen nicht einmal zwölf Stunden", sagte der zuständige Sheriff. "Unsere Ermittler müssen nun einiges aufholen, um die Lücken zu füllen." 

Eine 90 Meter lange Blutspur

Die "Washington Post" und lokale US-Medien zeichnen unter Berufung auf die Polizei bereits ein grobes Bild von der Tat. Demnach sei die junge Frau freiwillig in das Auto des Paares eingestiegen. Dort sei sie dann mit einem Messer schwer attackiert und letztlich am Straßenrand aus dem Auto geschmissen worden. Offenbar gingen die Täter davon aus, dass sie tot sei.

Doch die junge Frau habe sich noch rund 90 Meter weit die Straße hinaufgekämpft, um entdeckt zu werden. Die Entfernung hätten die Beamten später anhand einer Blutspur rekonstruieren können. Dort hätten sie dann die vier Kraftfahrer gefunden. Diese hätten nicht einmal ihre Haarfarbe erkennen können, so blutüberströmt sei die Frau gewesen. "Man sah sofort, wie schlimm es war. Es war klar, dass es nur noch darum ging, bei ihr zu sein", wird einer der Fahrer von einem Fox-Sender zitiert. 

Die beiden Verdächtigen sitzen der Polizei zufolge in Untersuchungshaft ohne die Möglichkeit, auf Kaution freizukommen. Wie die "Washington Post" berichtet, kann die Zeugenaussage der Toten auch vor Gericht gegen die beiden verwendet werden. Zwar seien Dinge, von denen man durch Dritte erfahren hat, in der US-Justiz als "Hörensagen" (engl. hearsay) in Zeugenaussagen nicht zulässig. Eine "Erklärung von Sterbenden" (engl. dying declaration) bildet dem Blatt zufolge jedoch eine Ausnahme dieser Regel und kann enormes Gewicht in einem Gerichtsprozess haben.

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fin