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Tod im Einkaufszentrum: Kanada: Neue Erkenntnisse zum rätselhaften Toten hinter der Toilettenwand

Hinter der Wand einer Damentoilette in einem großen Einkaufszentrum war ein Klempner auf eine Leiche gestoßen. Die Polizei konnte nun neue Erkenntnisse über den Tod des mysteriösen Mannes bekanntgeben.

Ein Polizist steht vor einer mit blickdichtem Papier beklebten Glastür.

Die Polizei im kanadischen Calgary hat neue Erkenntnisse zum rätselhaften Todesfall veröffentlicht (Symbolbild)

Picture Alliance

Es ist ein mysterisöer Fall: Nachdem ein Klempner beim Reparieren einer defekten Toilette in einem kanadischen Einkaufszentrum auf eine Männerleiche stieß, die hinter der Kabinenwand eingeklemmt war, rätselten Polizei und Medien. Wie war der Tote – die Polizei sprach zuerst lediglich von einem "erwachsenen Mann" – dorthin gekommen? Woran war er gestorben?

Nun gibt es erste Erkenntnisse der Ermittler aus Calgary: Es scheint sich tatsächlich um eine Art skurrilen Unfall zu handeln. Bereits kurz nach dem Fund der Leiche hatte die Polizei vermutet, dass es sich nicht um Fremdeinwirkung handelte, also kein Mord vorlag.

Der Tote in der Wand wurde nicht ermordet

Doch wie war der Mann ausgerechnet an diesem Ort ums Leben gekommen? Videoaufnahmen der Sicherheitskameras im Einkaufszentrum halfen der Polizei bei der Klärung des Falls. Sie zeigten, dass der Mann am Freitag – drei Tage vor seinem Auffinden – die Damentoilette im vierten Stock des Gebäudes betreten hatte. Er war zu diesem Zeitpunkt vermutlich allein dort, so die Polizei.

"Der Beweislage vor Ort nach zu urteilen vermuten die Einsatzkräfte, dass das Opfer hinter die Wandverkleidung kletterte, um von dort aus in einen Lüftungsschacht zu kriechen." Dieser befand sich weiter oben an der Wand. “Dort blieb er allerdings stecken und starb später." Vermutlich sei der Mann, der Mitte 20 gewesen sein soll, erstickt. Sein lebloser Körper rutschte später aus dem Schacht hinter die Wandverkleidung der Toilettenkabine.

Das Opfer war freiwillig in einen Schacht geklettert

Rätselhaft bleibt die Frage, warum der Mann in den Lüftungsschacht stieg. "Die Motivation des Opfers, hinter die Wand zu klettern, ist unbekannt", sagt die Polizei von Calgary.

Da der Todesfall nun eindeutig als "Unfall" klassifiziert werden konnte, will die Staatsanwaltschaft aber auch keine weitern Details veröffentlichen, um die Privatsphäre der Angehörigen zu schützen. Auch der Name des Opfers wird nicht bekanntgegeben.

Der Klempner, der den schrecklichen Fund gemacht hatte, wird derzeit psychologisch betreut.

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wt