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Kannibalismus-Prozess: Angeklagter will Opfer nach Selbstmord zerstückelt haben

Im Prozess gegen den Leichenfledderer Detlev G. gibt der Angeklagte zu, sein Opfer zerstückelt zu haben - auf dessen eigenen Wunsch. Getötet habe sich der Geschäftsmann aus Hannover zuvor aber selbst.

Der Angeklagte Detlev G. soll laut Anklage einen Geschäftsmann aus Hannover im Keller seiner Pension getötet, die Leiche zerstückelt und die Teile im Garten verscharrt haben

Der Angeklagte Detlev G. soll laut Anklage einen Geschäftsmann aus Hannover im Keller seiner Pension getötet, die Leiche zerstückelt und die Teile im Garten verscharrt haben

Der angeklagte Kriminalbeamte, der einen Geschäftsmann im Osterzgebirge zerstückelt, aber nicht getötet haben will, hat nach Angaben eines Gutachters das Geschehen verdrängt. Er sei davon ausgegangen, dass der 59-Jährige alle Spuren zu ihm getilgt hatte und habe sich sicher gefühlt, schilderte der forensische Psychiater Andreas Marneros am Montag als Zeuge im Landgericht Dresden die Aussagen. "Er sagte mir, dass er bis zu seiner Entdeckung nie daran dachte", weder Alpträume noch Schuldgefühle gehabt habe. "Er hat keine Minute darüber nachgedacht."

Detlev G. ist wegen Mordes und Störung der Totenruhe angeklagt. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat er im November 2013 den 59-Jährigen im Keller seiner Pension im Gimmlitztal (Osterzgebirge) erhängt, die Leiche zersägt und in Einzelteilen vergraben. Sie vermutet als Grund sexuelle Motive.

Die Überreste des Niedersachsen wurden erst nach vier Wochen geborgen. Bei der Festnahme hatte der Kriminalhauptkommissar die Tötung zugegeben, das Geständnis in diesem Punkt später widerrufen und auf Selbstmord verwiesen.

Tötungsfantasien aus "medizinischem Interesse"

Die Männer hatten sich in einem "Kannibalen"-Chat und per Mail verabredet. Zeugen aus dem Umfeld des Hannoveraners hatten in dem seit August 2014 laufenden Verfahren dessen Tötungsfantasien bestätigt. Laut Obduktion war der Mann erstickt oder verblutet. G. gab auch gegenüber Marneros an, dass sich der Niedersachse selbst tötete, weil er es nicht konnte.

Für die Zerstückelung der Leiche habe G. ein rein medizinisches Interesse als Grund genannt. Er habe "gar kein sexuelles Interesse" gehabt, berichtete Marneros unter Berufung auf G.

Der Experte war erst im Oktober 2014 auf Drängen der Verteidigung hinzugezogen worden. Sein psychologisches Gutachten wird später im Prozess vorgestellt.

jen/DPA / DPA
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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