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Berlin Kannibalismus-Verdachtsfall - Ermittler finden weiteres Leichenteil

Ein Polizist mit einem Spürhund auf der Suche nach Leichenteilen in einem Berliner Waldstück
Ein Polizist mit einem Spürhund auf der Suche nach Leichenteilen in einem Berliner Waldstück
© DPA
Langsam kommt die Polizei voran: Im Fall des mutmaßlichen Berliner Kannibalen hat sie weitere Leichenteile im Berlin-Pankow gefunden. Ein Verdächtiger, der laut Medienberichten Lehrer sein soll, sitzt seit zwei Wochen in Untersuchungshaft.

Bei den Ermittlungen im möglichen Fall von Kannibalismus in Berlin ist ein weiteres Leichenteil entdeckt worden. Die Berliner Staatsanwaltschaft teilte am Dienstag mit, Ermittler hätten es am Montagmittag im Ortsteil Pankow gefunden. Rechtsmedizinische und kriminaltechnische Untersuchungen hätten ergeben, dass es sich beim dem Fund um sterbliche Überreste des vermissten 44-Jährigen handelt. Der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft sagte, es seien noch nicht alle Leichenteile gefunden worden.

Der Mann aus Berlin-Lichtenberg, nach Angaben der Polizei ein Monteur im Hochleitungsbau, soll Opfer eines Verbrechens geworden sein. Ein Richter erließ am vergangenen Donnerstag einen Haftbefehl wegen Sexualmordes aus niederen Beweggründen gegen einen 41-jährigen Deutschen. Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge gibt es Hinweise auf Kannibalismus. Nach dpa-Informationen ist der Verdächtige Lehrer, er soll in einschlägigen Foren unterwegs gewesen sein.

Das Verbrechen kam ans Licht, nachdem vor über zwei Wochen Knochenteile an einem Waldstück in Berlin-Buch gefunden worden waren. Der 44-Jährige hatte seine Wohngemeinschaft am 5. September kurz vor Mitternacht verlassen und war zunächst spurlos verschwunden. Ermittlungen der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft, bei denen unter anderem Personen- und Leichenspürhunde eingesetzt wurden, führten später zu dem 41-Jährigen aus Berlin-Pankow.

tis DPA

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