Kannibalismusverdacht in Mexiko Gekocht, aber nicht gegessen


In Mexiko hat ein Verfasser von Horrorromanen die fiktiven Fantasien Hannibal Lecters wohl etwas zu ernst genommen. Ihm wird vorgeworfen, seine Freundin verspeist zu haben. In seinem Kühlschrank wurden Leichenteile gefunden. Er selbst sagt, er habe sie gekocht, nicht gegessen.

In Mexiko steht ein Verfasser von Horrorromanen unter Kannibalismus-Verdacht. Der Schriftsteller José Luis Calva wurde verhaftet, nachdem Körperteile seiner Freundin in seiner Wohnung gefunden worden waren, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte. Der Beschuldigte sagte einem Sprecher zufolge aus, er habe Körperteile seiner Freundin gekocht, aber nicht gegessen. In seiner Wohnung stellten die Ermittler das Manuskript eines Romans mit dem Titel "Kannibalische Instinkte" sicher.

Polizisten kamen in die Wohnung Calvas, nachdem seine Freundin, eine 30-jährige alleinerziehende Mutter, vermisst gemeldet worden war. Calva versuchte zu fliehen und wurde dabei von einem Auto erfasst. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und konnte noch keine Aussage machen. Die Polizei erklärte, der Torso der Freundin sei im Schrank gefunden worden, ein Bein im Kühlschrank und Knochen in einer Müslischachtel. Die Ermittler verdächtigen Calva, auch in die Ermordung von zwei weiteren Frauen verwickelt zu sein. Deren verstümmelte Leichen wurden im April und im Jahr 2004 gefunden.

AP AP

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