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Scotland Yard: Kein massenhafter Katzenmord in Großbritannien - es gibt eine andere Erklärung

In Großbritannien geht angeblich ein "Cat Killer" um, der über 500 Tiere auf dem Gewissen haben soll. Das war ein Irrtum, wie Scotland Yard jetzt nach mehrjährigen Ermittlungen mitteilte.

Kein Cat-Killer in Großbritannien

Die Verstümmelungen der Katzen stammen nicht von Menschen

DPA

Hunderte von Katzen sollte ein "Cat Killer" in Großbritannien getötet haben - nach mehrjährigen Ermittlungen steht nun fest: Die Tiere sind wahrscheinlich alle durch Raubtiere oder bei Unfällen ums Leben gekommen. Die Verstümmelungen der Katzen stammten nicht von Menschen, teilte Scotland Yard am Donnerstag in London mit. Auf Videoaufzeichnungen sei sogar zu sehen, wie Füchse mit Katzenteilen wie Köpfen durch die Gegend liefen.

Der Fall der zahlreichen toten Tiere hatte seit mehreren Jahren Aufsehen in England erregt. Polizei und Tierschutzorganisationen versuchten gemeinsam, den Fall zu lösen.

Immer wieder Kritik an den Ermittlungen

Doch es gab auch immer wieder Kritik an den Ermittlungen: So zog Umweltforscher Stephen Harris (Universität Bristol) im britischen Wissenschaftsmagazin "New Scientist" Parallelen zum Fall "Operation Obelisk" von 1998. Damals suchte die Polizei nach Funden Dutzender toter Katzen einen Massenmörder mit gestörter Sexualität. Tatsächlich waren aber Füchse für die Verstümmelungen verantwortlich.

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tis / DPA
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