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Kein Schadenersatz für Portrait BGH weist Klage von Günther Jauch ab


Günther Jauch hat einen Schadenersatzprozess um 50.000 Euro verloren. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat die Klage des 54-jährigen Fernsehmoderators am Donnerstag rechtskräftig abgewiesen.

Fernsehmoderator Günther Jauch hat keinen Anspruch auf Schadenersatz, weil ein Foto von ihm auf der sogenannten Nullnummer eines kostenlosen Anzeigenblatts verwendet wurde. Dies entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in einem am Donnerstag bekannt gegebenen Urteil. Demnach kann sich der beklagte Verlag der "Osnabrücker Sonntagszeitung" auf das Grundrecht der Pressefreiheit berufen und die Öffentlichkeit mit der Abbildung einer Titelseite über die Gestaltung ihres geplanten Magazins informieren, entschieden die Richter. (Az. I ZR 119/08)

In dem nun endgültig entschiedenen Fall wollte die Zeitung 2006 ein kostenloses Anzeigenblatt auf den Markt bringen. Dazu produzierte sie eine Nullnummer, auf deren Titelblatt ein Foto von Jauch zu sehen war. Die Zeitung richtete zudem eine Internetseite ein, auf der ein Teil der Nullnummer mit dem Jauch-Foto abgebildet war.

Der BGH wertet dies als zulässigen Eingriff in Jauchs Persönlichkeitsrecht. Zur Begründung hieß es, die Zeitung habe mit dem Foto lediglich die Aufmerksamkeit der Werbeadressaten auf ihre Zeitung gelenkt, "ohne den Werbewert oder das Image des Klägers darüber hinaus auszunutzen oder sein Ansehen zu beschädigen".

AFP/APN

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