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Keith Raniere Gründer eines "Sex-Kults" muss wegen Missbrauchs 120 Jahre in Haft

Ein Mann mit Brille und braunem Pullover sitzt zwischen zwei Anwälten in Anzügen
Keith Raniere (M.) wie ihn eine Gerichtszeichnerin im Mai 2019 im Gerichtssaal sah
© Elizabeth Williams / Picture Alliance
Keith Raniere soll eine Art "Sex-Kult" gegründet und dort Frauen missbraucht haben – unter dem Deckmantel einer Selbsthilfegruppe. Nun schickt ein Gericht ihn für den Rest seines Lebens ins Gefängnis.

Der Gründer eines New Yorker "Sex-Kults" muss wohl den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen. Ein Gericht im Stadtteil Brooklyn legte am Dienstag ein Strafmaß von 120 Jahren für den 60-jährigen Keith Raniere fest, nachdem er im Juni 2019 unter anderem wegen Sex-Handels, sexueller Ausbeutung und Betrugs verurteilt worden war. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor eine lebenslange Haftstrafe gefordert, die Verteidigung 15 Jahre.

Vor der Verkündung hatten 15 Opfer von Raniere vor Gericht stundenlang von seinen Verbrechen und ihrem Leiden berichtet. Der 60-Jährige hat bislang keine Reue gezeigt und zuletzt immer wieder erfolglos ein neues Verfahren gefordert.

"Sex-Kult" statt Selbsthilfegruppe

Raniere hatte Ende der 90er Jahre die Organisation Nxivm gegründet, die offiziell als Selbsthilfegruppe vermarktet wurde, inoffiziell aber eine Art "Sex-Kult" gewesen sein soll. Frauen sollen dort sexuell missbraucht und sogar mit Ranieres Initialen gebrandmarkt worden sein. Anfang Oktober war bereits die Millionenerbin Clare Bronfman als Mithelferin von Raniere zu 81 Monaten Haft verurteilt worden.

tkr DPA

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