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Täter flüchtig Homophobes Motiv? Schwerverletzte durch Messerangriff in Kiel

Die Polizei in Kiel ermittelt nach einer Messerattacke vor einer Bar (Symbolbild)
Die Polizei in Kiel ermittelt nach einer Messerattacke vor einer Bar (Symbolbild)
© Carsten Rehder / DPA
Die Polizei in Kiel ermittelt nach einer folgenschweren Messerattacke im Stadtzentrum. Geprüft werde auch ein homophobes Motiv für die Bluttat.

In der Innenstadt von Kiel hat sich in der Nacht zu Samstag ein blutiges Gewaltverbrechen ereignet. Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Medien (u.a. Norddeutscher Rundfunk/NDR, "Kieler Nachrichten") wurden drei junge Männer durch Messerstiche teils schwer verletzt. Einer von ihnen sei lebensgefährlich verletzt worden, hieß es. Ein vierter Mann habe durch einen Faustschlag Verletzungen erlitten. 

Messerattacke in Kiel sorgt für Bestürzung

Die Tat ereignete sich gegen 1.30 Uhr vor der Tür der Bar "Mum & Dad" unweit des Hauptbahnhofes. Drei der Gäste (allesamt etwa Mitte 20) seien "homofeindlich beschimpft und anschließend mit mehreren Messern attackiert" worden, schrieb das Team der Bar bei Instagram. "Wir wissen überhaupt nicht was wir sagen sollen. das ist einfach so krass", äußerten sich die Mitarbeitenden bestürzt. "Es ist abstoßend. Jegliche Anfeindungen gegenüber LGBTQIA*, sei es psychisch als auch physisch, verurteilen wir zutiefst." 

Die Abkürzung LGBTQIA* steht für lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle und -geschlechtliche, queere, intersexuelle, asexuelle und anders als heterosexuell orientierte Menschen.

Unbekannte sollen eines der Opfer auf dessen lackierte Fingernägel angesprochen haben, ehe ein Gerangel ausgebrochen ist, berichtete der NDR unter Berufung auf einen Sprecher der Polizei in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt am Samstag. Nach dem Messerangriff sollen die drei bis vier Angreifer mit einem Auto geflüchtet sein. Eine Beschreibung der Gesuchten lag am Samstag zunächst nicht vor.

Zeuginnen und Zeugen der Tat können sich telefonisch oder persönlich an jede Polizeidienststelle wenden.

Quellen: Norddeutscher Rundfunk, "Kieler Nachrichten"(kostenpflichtiger Inhalt), "Mum & Dad" bei Instagram, Nachrichtenagentur DPA

wue

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