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Megaupload-Gründer: Kim Dotcom bleibt vorerst auf freiem Fuß

Da der Richter nicht zu einem Urteil gekommen ist, muss Kim Dotcom vorerst nicht ins Gefängnis. Neuseeländische Ankläger wollen Dotcom vor dem Verfahren über eine US-Auslieferung in Haft nehmen.

Kämpft weiter um seine Freiheit: Internetunternehmer  Kim Dotcom

Kämpft weiter um seine Freiheit: Internetunternehmer
Kim Dotcom

Der deutsche Internet-Unternehmer Kim Dotcom erfährt erst in der kommenden Woche, ob er in Neuseeland wieder ins Gefängnis muss. Ein Richter in Auckland kam bei der Anhörung nicht zu einem Urteil und vertagte die Entscheidung erneut, wie neuseeländische Medien berichteten. Das Gericht wolle sich Montag wieder mit dem Fall beschäftigen.

Dotcom ist in seiner Wahlheimat Neuseeland unter Auflagen auf freiem Fuß. Er war im Januar 2012 auf US-Antrag vorübergehend festgenommen worden. US-Ankläger werfen Dotcom vor, Internetnutzer mit seiner Tauschplattform Megaupload zu Urheberrechtsverletzungen verleitet zu haben. Er habe dabei Millionengewinne gemacht. Sie wollen ihm den Prozess machen und fordern seine Auslieferung. Dotcom wehrt sich dagegen. Das Verfahren dazu soll im Juni 2015 beginnen.

Gericht verschärft Auflagen

Dotcom habe nach Überzeugung der Ankläger gegen die Auflagen verstoßen, unter denen er seinerzeit auf freien Fuß kam, berichteten Medien. Deshalb wollten die Ankläger ihn wieder in Haft nehmen. Die Medien durften keine Einzelheiten nennen. Das Gericht hatte die Auflagen vergangene Woche bereits verschärft. So darf Dotcom keinen Hubschrauber benutzen und sich nicht mehr als 80 Kilometer von seinem Anwesen entfernen.

Dotcom lebte in Neuseeland bislang auf großem Fuß. Viele seiner Luxusfahrzeuge und andere Vermögenswerte wurden aber beschlagnahmt. Er ist nach eigenen Angaben durch die hohen Anwaltskosten jetzt pleite. Im Mai trennte er sich von seiner Frau Mona, die aber mit den fünf Kindern weiter auf seinem Anwesen wohnt.

and/DPA / DPA
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