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Ist die Tote Kim Wall?: Polizei findet auf Suche nach Journalistin weiblichen Torso

In den Gewässern vor der dänischen Hauptstadt Kopenhagen ist die Leiche einer Frau geborgen worden. Ob es sich um die seit elf Tagen vermisste schwedische Journalistin Kim Wall handelt, ist noch unklar.

Auf der Suche nach der offenbar toten schwedischen Journalistin hat die dänische Polizei einen weiblichen Torso gefunden. Dieser sei nahe der Köge-Bucht südlich von Kopenhagen entdeckt worden, sagte Kopenhagens Polizeichef Jens Möller Jensen am Montagabend bei einer Pressekonferenz. "Wenn ich Torso sage, ist das ein Körper ohne Kopf, Arme und Beine", fügte er hinzu.

Es sei allerdings noch zu früh, um sagen zu können, ob es sich um den von Kim Wall handele. Die Fundstelle befand sich nahe der Köge-Bucht, wo zuletzt nach der Journalistin gesucht worden war.

Starb Kim Wall im versenkten U-Boot?

Zuletzt hatte es Verwirrung um das Schicksal der 30-Jährigen gegeben. Wall wurde zuletzt gesehen, als sie am 10. August mit dem Tüftler an Bord von dessen U-Boot "Nautilus" ging. Am selben Tag verschwand das selbsgebaute U-Boot. Die dänischen Streitkräfte starteten eine Suchaktion und orteten das Boot schließlich rund 50 Kilometer südlich der dänischen Hauptstadt. Bootsbauer Madsen wurde gerettet, das U-Boot sank. Nach Überzeugung der Ermittler hatte Madsen es absichtlich versenkt.

Madsen hatte zunächst ausgesagt, er habe die 30-jährige Journalistin auf der Insel Refshaleöen bei abgesetzt. Später gab er laut Polizei an, die Frau sei bei einem Unfall an Bord des U-Boots gestorben. Er habe die Leiche der Journalistin nach dem Unglück in der Köge-Bucht über Bord geworfen. Madsen steht unter dem Verdacht der fahrlässigen Tötung.


jen/DPA
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