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Verbreitung von Kinderpornografie Ex-Fußballprofi Metzelder zu zehn Monaten auf Bewährung verurteilt – so lautet die Begründung

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Der ehemalige Fußballprofi Christoph Metzelder ist wegen Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Elena Frick, Sprecherin des Amtsgerichts Düsseldorf hierzu: "Das Gericht hat heute Herrn Metzelder wegen des Unternehmens einer anderen Person Besitz an kinderpornografischen Schriften in 26 Fällen, sowie wegen Besitzes von kinderpornografischen Schriften zu einer Gesamt-Freiheitsstrafe von zehn Monaten mit Bewährung verurteilt. Für das Gericht steht fest, dass Herr Metzelder insgesamt 29 Bild- und Videodateien mit kinderpornografischem Inhalt an drei Personen verschickt hat. Auch ist das Gericht davon überzeugt, dass er jedenfalls 18 Dateien mit kinderpornografischen Inhalt auf seinem Mobiltelefon besessen hat." Günstig auf das Strafmaß habe sich ausgewirkt, dass Metzelder gestanden und keine Vorstrafen habe, zudem habe er "echte Reue" gezeigt und sich seit Bekanntwerden des Strafbestands aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. "Strafverschärfend hat das Gericht berücksichtigt, dass die beiden versandten Videodateien schweren sexuellen Missbrauch zeigen." Metzelders Anwalt Ulrich Sommer sagte im Anschluss an die Urteilsverkündung: Über das Urteil selber kann man sicherlich diskutieren. Immerhin steht jetzt fest, dass wir nicht mehr über abstruse Zahlen vom Besitz von Dateien sprechen, sondern mit 18 Dateien wissen wir, dass es, wie die Richterin selber sagte, mehr als unterdurchschnittlich ist, was wir da gesehen haben. (…) Und eines unserer Hauptprobleme, das haben Sie eben in der Urteilsverkündung nicht gehört: Es gibt zumindest einen Chat, der extrem provozierend ist, auch das ist natürlich ein Strafzumessungsgrund, den das Gericht bedauerlicherweise nicht erwähnt hat.(…) Darüber hinaus interessiert uns natürlich nach wie vor: Wer hat denn da an der Provokation gedreht? Wer ist eigentlich der Hintermann? Da hatten wir uns erhofft, dass hier eine Aufklärung stattfindet. Herr Metzelder hat nun mitbekommen, dass in der Rolle als Angeklagter eine Aufklärung vor Gericht psychisch doch sehr belastend ist, weshalb er es dann heute vorgezogen hat zu sagen, ich mache jedenfalls für diese Instanz einen vorläufigen Schlussstrich. (…)" Ob Metzelder in einer anderen Instanz in Berufung gehen wird blieb zunächst offen.
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Christoph Metzelder ist wegen Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Eine Sprecherin des Amtsgerichts Düsseldorf äußert sich zum Urteil, genau wie der Verteidiger des ehemaligen Fußballprofis.

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