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In der Wohnung missbraucht "Tausende Bilder und Videos" – Ermittler nehmen in NRW Mitglieder von Kinderporno-Netz fest

Ermittler sichtet Kinderpornografie
Wie auf diesem Bild aus Rostock, werten die Ermittler nun die Kinderpornografie-Dateien aus – um die Opfer zu identifizieren und weitere Täter zu finden (Archivbild)
"Das sind Datenmengen, die man sich nicht vorstellen kann" – die Polizei hat im Kampf gegen Kinderpornografie mehrere Männer festgenommen. Einer von ihnen soll die Opfer in seiner Wohnung missbraucht haben.

Fahndern in der NRW ist ein Schlag gegen Kinderpornografie gelungen. Wie die Polizei in Bergisch Gladbach mitteilte, nahmen die Beamten mehrere Männer fest, die unter Verdacht stehen, Kinder sexuell misshandelt, die Taten gefilmt oder die Aufnahmen verbreitet zu haben. Es gehe um eine "riesen Datenmenge", zitiert die Nachrichtenagentur DPA einen Polizeisprecher. 

Einer der Verdächtigen wurde den Angaben zufolge bereits am Dienstag vergangener Woche festgenommen. Er soll sich in seiner Wohnung an den Opfern vergangen haben. Der Mann sitze in Untersuchungshaft, der Vorwurf gegen ihn laute auf schweren sexuellen Missbrauch.

In internationalem Kinderpornografie-Netzwerk aktiv?

Der Verdächtige sei möglicherweise in ein international agierendes Netzwerk eingebunden gewesen. Im Zusammenhang mit dem Ermittlungserfolg in Bergisch Gladbach wurden weitere Männer festgenommen, unter anderem am Niederrhein und im Wiesbadener Raum.

Wie die Ermittler den mutmaßlichen Tätern auf die Spur gekommen sind, will die Polizei zurzeit noch nicht sagen. Auch nähere Angaben zur Identität der Männer und ihrer Opfer und deren Anzahl machte sie nicht. Die Ermittlungen liefen noch auf Hochtouren, so ein Sprecher.

Es seien umfangreiche Beweismittel beschlagnahmt worden. Das sichergestellte Video- und Fotomaterial werde nun gesichtet, berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger", auch um die Opfer identifizieren zu können. "Das sind Datenmengen, die man sich nicht vorstellen kann", hieß es demnach aus der Kreispolizeibehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises. Um die mehreren Terabyte an Daten auszuwerten, sei der Einsatz spezieller Software mit Künstlicher Intelligenz geplant.

Voraussichtlich im Verlauf des Donnerstags wollen die Ermittlungsbehörden weitere Details zu dem Fall bekanntgeben.

+++ Lesen Sie hier die Reportage: "Die furchtbaren Bilder, das Leid der Opfer, die Ausreden der Täter – Menschen im Kampf gegen Kinderpornos" +++

Quellen: "Kölner Stadt-Anzeiger", Nachrichtenagenturen DPA und AFP


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